Von mächtigen Männern und biegsamen Regeln

Von mächtigen Männern und biegsamen Regeln

Haben erfolgreiche Menschen eher das Gefühl, über den Regeln zu stehen? Die Frage stellt sich angesichts der aktuellen Beispiele, in denen prominente Menschen unter Verdacht stehen, sie nähmen es mit den Regeln nicht so genau. Das jüngste Beispiel: De ...
19 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten
Haben erfolgreiche Menschen eher das Gefühl, über den Regeln zu
stehen? Die Frage stellt sich angesichts der aktuellen Beispiele,
in denen prominente Menschen unter Verdacht stehen, sie nähmen es
mit den Regeln nicht so genau. Das jüngste Beispiel: Der abtretende
Präsident der Credit Suisse. Der CS-Präsident António Horta-Osório
hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Dies nach zwei Fällen, in
denen er Corona-Quarantäneregeln verletzt hat.  Zum Beispiel
der britische Premier Boris Johnson, mit dessen Wissen mitten im
britischen Lockdown teils Partys seiner Mitarbeitenden
stattfanden.  Zum Beispiel Tennisprofi Nowak Djokovic, der
beim Australian Open auf eine Sonderbewilligung für Ungeimpfte
setzte und der es mit der Isolation nach seiner Corona-Infektion
nicht allzu genau genommen hat. Sind erfolgreiche Menschen
gefährdeter, abzuheben und zu denken, Regeln gälten für sie nicht
im gleichen Masse wie für andere? Oder fallen Regelverstösse bei
ihnen einfach mehr auf? Beides trifft zu, sagt Soziologin Katja
Rost. Der Fachbegriff für eine extreme Form der Selbstüberschätzung
heisst Hybris. Hybris ist ein bekanntes Phänomen, zum Beispiel im
Management.  In dieser Folge erklärt Katja Rost, welche
Faktoren dazu beitragen, dass jemand diese Hybris entwickelt. Und
mit welchen Vorkehrungen diese Falle umgekehrt vermieden werden
kann. Habt ihr Anmerkungen oder Fragen dazu? Oder möchtet ihr uns
ein anderes Thema vorschlagen? Meldet euch gerne per
Sprachnachricht auf 076 320 10 37 oder auf newsplus@srf.ch.

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