Die Schule der Schlangenmenschen

Die Schule der Schlangenmenschen

15. Januar 1922
10 Minuten
Podcast
Podcaster
Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren

Beschreibung

vor 4 Monaten
Die Geschichte des Jiu-Jitsu in Deutschland, und des asiatischen
Kampfsports überhaupt, ist eng mit der Person Erich Rahn verbunden.
Als Sohn eines Kaufmannes, der mit Fernost handelte, gab es Erich,
so die Legende, zu denken, dass die viel kleineren Kinder der
japanischen Handelspartner ihn, der viel kräftiger und größer war,
stets beim Rangeln besiegten. Später sah er in einem Berliner
Zirkus einen japanischen Meister kämpfen – solche Touren durch
europäische Varietés und Zirkusbühnen waren damals üblich – und
lies sich von diesem ausbilden. 1906 eröffnete Rahn dann die erste
Jiu-Jitsu-Kampfsportschule Deutschlands im Hinterzimmer einer
Kneipe. Er hatte damit wenig erfolgt. Doch dann trat auch Rahn im
Zirkus gegen beliebige Gegner auf und wurde nie besiegt, wodurch
die Polizei auf ihn aufmerksam wurde und ihn 1910 zum Ausbilder im
Nahkampf machte. In den 20er Jahren hatte er dann auch mit seiner
Schule in Berlin Erfolg, die ein Journalist der Berliner
Volks-Zeitung für seinen am 15. Januar 1922 abgedruckten Bericht
besucht. Auch er ist angetan vom Sieg der Schnelligkeit und
Intelligenz über die rohe Kraft. Für uns berichtet Frank Riede von
den Anfängen der Kampfsportschulen des Jiu-Jitsu.

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