Felwine Sarr – Gehört Afrika die Zukunft?

Felwine Sarr – Gehört Afrika die Zukunft?

Der senegalesische Ökonom, Schriftsteller und Musiker Felwine Sarr ist einer der wichtigsten Denker Afrikas. Im Buch «Afrotopia» entwirft er eine Utopie für den Kontinenten. Yves Bossart spricht mit ihm über die Zukunft Afrikas, über die Arroganz des ...
59 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten
Der senegalesische Ökonom, Schriftsteller und Musiker Felwine Sarr
ist einer der wichtigsten Denker Afrikas. Im Buch «Afrotopia»
entwirft er eine Utopie für den Kontinenten. Yves Bossart spricht
mit ihm über die Zukunft Afrikas, über die Arroganz des Westens und
das schwere Erbe des Kolonialismus. Afrika solle aufhören, den
Westen nachzuahmen, seine Werte und sein Wirtschaftssystem. Der
Kontinent brauche endlich eine eigene Zukunftsvision, ein eigenes,
positives Selbstbild. Das fordert der senegalesische Ökonom,
Schriftsteller und Musiker Felwine Sarr in seinem Buch «Afrotopia».
Sarr glaubt, dass Afrika die Abhängigkeiten und
Minderwertigkeitskomplexe überwinden muss, die sich durch den
Sklavenhandel und den Kolonialismus etabliert haben und bis heute
wirken. Er fordert ein neues afrikanisches Selbstbewusstsein. Dazu
gehört für ihn und seine Mitstreiterin, die französische
Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy, auch eine umfassende Rückgabe
afrikanischen Kulturguts an die ehemaligen Kolonien und ein neues
Verständnis von Beziehungen mit wirtschaftlichen Grossmächten wie
China. Sarr prophezeit auch, Afrika werde in Zukunft das
«spirituelle Zentrum der Welt» sein. Aber was heisst das? Wie sehen
die alternativen Werte und Wirtschaftsformen aus, von denen Sarr
meint, sie würden besser zu den Kulturen Afrikas passen? Und welche
politischen Forderungen folgen daraus?

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