Die Pandemie der Narzissten – Jeannette Fischer im Gespräch

Die Pandemie der Narzissten – Jeannette Fischer im Gespräch

Ist es eine Pandemie der Ungeimpften? Sind wir die Täter, die eine Gesellschaft in Geiselhaft nehmen? Oder ist es nicht vielmehr anders herum: wir als die Leidtragenden von Größenwahnsinnigen an der Macht und Opfer einer gehorsamen Mitläuferschar,...
48 Minuten
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Literatur, Philosophie, Kultur und Gesellschaft

Beschreibung

vor 4 Monaten
Ist es eine Pandemie der Ungeimpften? Sind wir die Täter, die eine
Gesellschaft in Geiselhaft nehmen? Oder ist es nicht vielmehr
anders herum: wir als die Leidtragenden von Größenwahnsinnigen an
der Macht und Opfer einer gehorsamen Mitläuferschar, die all dies
klanglos geschehen lässt? Oder sind wir vielleicht alle Opfer, und
zwar die eines todbringenden Virus und eines nie enden wollenden
pandemischen Notstands?   "Der Narzissmus ist die wahre
Pandemie und ohne diese höchst ausgeprägten Veranlagungen in
unserer Gesellschaft gäbe es diese Krise auch nicht", sagt
Psychoanalytikerin Jeannette Fischer. Im Gespräch mit mir redet sie
über die Destruktivität des Täter-Opfer-Diskurses und die
Anerkennung der Differenz – das einzig Verbindende zwischen den
Menschen, wie sie sagt. Wir sprechen über den Unterschied zwischen
Furcht und Angst, die Psyche eines Bill Gates sowie die
allgegenwärtige Sehnsucht nach Anerkennung, der Ursprung unserer
vielen Übel.   Jeannette Fischer ist Psychoanalytikerin und
Autorin aus Zürich. Sie beschäftigt sich mit den Fragen von Gewalt,
Macht und Ohnmacht, den Auswirkungen fürsorgerischer
Zwangs­maßnahmen, kuratierte zu diesen Themen Ausstellungen und
drehte zwei Dokumentarfilme. Ihr Buch "Angst – vor ihr haben wir
uns zu fürchten" erschien 2018.   Geführt und aufgezeichnet
wurde dieses Gespräch am 14. November 2021 in Schochwitz,
Deutschland.

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