Kino im Urwald

Kino im Urwald

Der Zürcher Regisseur Niklaus Hilber hat auf Borneo mit dem realen Urvolk der Penan einen Spielfilm über das Leben des Basler Umweltaktivisten Bruno Manser gedreht. «Reporter» begleitet Hilber mitten in den Dschungel, wo er nun den Penan seinen fertig ...
22 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten
Der Zürcher Regisseur Niklaus Hilber hat auf Borneo mit dem realen
Urvolk der Penan einen Spielfilm über das Leben des Basler
Umweltaktivisten Bruno Manser gedreht. «Reporter» begleitet Hilber
mitten in den Dschungel, wo er nun den Penan seinen fertigen Film
zeigen will. Bruno Manser ist bis heute einer der bekanntesten
Schweizer Umweltaktivisten. 16 Jahre lang kämpfte er mit dem
Nomadenvolk der Penan gegen die Abholzung des Regenwaldes auf
Borneo, bis er im Jahr 2000 im Dschungel unter mysteriösen
Umständen spurlos verschwand. Niklaus Hilber drehte 2018 einen
Spielfilm über das abenteuerliche Leben von Bruno Manser – an dem
Hilber selbst fast 10 Jahre gearbeitet hat. Dabei wollte er
unbedingt vor Ort auf Borneo drehen mit den realen Penan, um
gemeinsam mit ihnen ihre tragische Geschichte zu verfilmen.
Monatelang pilgerte Hilber von Dschungeldorf zu Dschungeldorf, um
die Darsteller für seinen Film zusammenzutrommeln. Nun ist der Film
fertiggestellt und startet in den Schweizer Kinos. Doch Hilber war
es wichtig, dass die Penan den Film als erste zu sehen bekommen.
Deshalb entschloss er sich, zusammen mit Produzent Valentin
Greutert eigenhändig in den Dschungel zu reisen und dort ein
Open-Air-Kino aufzubauen. Das «Reporter»-Team folgt Hilber und
Greutert auf ihrer beschwerlichen Reise nach Long Gitta, dem Dorf,
in dem heute jene Penan-Sippe wohnt, mit der Manser damals gelebt
hat. Die Reportage zeigt nicht nur, wie schwierig es ist, mitten im
Dschungel eine Kinovorführung zu veranstalten, sondern auch welche
Veränderungen die Kultur der Penan in den 20 Jahren seit Mansers
Verschwinden erfahren hat.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15
:
: