Molière: George Dandin oder Der gefoppte Ehemann

Molière: George Dandin oder Der gefoppte Ehemann

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Beschreibung

vor 4 Monaten
Molière zum 400. Geburtstag I Molière, eigentlich Jean-Baptiste
Poquelin (* 15. Januar 1622 in Paris; † 17. Februar 1673 ebenda),
besuchte ein Jesuitenkollegium und studierte Recht, bevor er
Schauspieler wurde. 1643 gründete er mit der Schauspielerfamilie
Béjart das "Illustre Théâtre". Nach dessen Pleite zog er mit einer
Wandertruppe umher, deren Leitung er bald übernahm. Diese Truppe
spezialisierte sich auf Farcen und Komödien im Stil der Commedia
dell'arte, erste eigene Dramen entstanden. Molière war ab 1664
"Vergnügungsdirektor" von Sonnenkönig Ludwig XIV. Er bespielte den
neu angelegten Park von Versailles mit großem Erfolg, sorgte aber
auch immer wieder für Empörung und Skandale. Er zählt heute zu den
großen "Klassikern", denn er machte die Komödie zu einer Gattung
von ähnlicher Bedeutung wie die Tragödie und festigte das Theater
als Diskussionsforum über gesellschaftliche Themen. l "George
Dandin" wurde von Molière für die großen Hoffestlichkeiten zu
Versailles im Sommer 1668 zur Feier des Friedens von Aachen
geschrieben. In der Uraufführung (am 18. Juli 1668) spielte der
Dichter selbst die Titelrolle. Es ist die Geschichte eines reichen
Bauern, der die Tochter eines armen Edelmannes heiratet und von
dieser an der Nase herumgeführt wird. Es sind gegen dieses Stück
häufig Bedenken erhoben worden; vornehmlich Rousseau zeterte gegen
den hier dargestellten Sieg des Lasters. Aber nicht die Handlung
macht den eigentlichen Wert dieser Komödie aus. Es ist die
Zeichnung der einzelnen Charaktere und der Witz der Dialoge, die
dieses "Lustspiel" auszeichnen. Der NWDR Hannover versuchte im Jahr
1952 auch die Rahmenhandlung, die ursprünglich ein reines Ballett
war, in die Funkbearbeitung einzubeziehen. l Mitwirkende: Hermann
Schomberg (George Dandin), Evy Gotthardt (Angélique, seine Frau),
Erich Ponto (Herr von Sotenville), Elsbeth Jäger (Frau von
Sotenville), Günther Neutze (Vicomte de Clitander), Thea Seidat
(Claudine, Zofe), Arthur Pipa (Lubin), Alexander Elgeti(Colin),
Margot Guilleaume (Venus) und Robert Titze (Bacchus). Bearbeitung:
Ernst Drolinvaux. Komposition: Eduard Hanisch. Musikalische
Leitung: Willy Steiner. Regie: Kurt Ehrhardt. Produktion: NWDR
Hannover 1952. Redaktion: Michael Becker.

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