Milowe: Gefangen zwischen Krieg und Niedergang - Besuch in einem ukrainisch-russischen Grenzort

Milowe: Gefangen zwischen Krieg und Niedergang - Besuch in einem ukrainisch-russischen Grenzort

22 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten
Milowe, ein kleiner Ort im Nordosten der Ukraine an der Grenze zu
Russland, liegt eigentlich gar nicht an der Front, und doch hat der
Krieg im Donbass hier alles auf den Kopf gestellt. Durch die
"Straße der Völkerfreundschaft" verläuft neuerdings ein knapp drei
Meter hoher Maschendrahtzaun, der von viel Stacheldraht verstärkt
wird. Seither verbindet die Straße die Völker nicht mehr, sondern
trennt sie. Viele Familien sind davon betroffen, die Väter leben in
Russland, wo es Arbeit gibt, die Mütter und Kinder bleiben indes in
der Ukraine, wo es Wohnungen gibt und die Lebenshaltungskosten
niedriger sind. Gegenseitige Besuche sind mit hohem bürokratischen
Aufwand verbunden, daher winken Verwandte und Freunde durch den
Zaun und rufen sich gegenseitig Trost zu. Christine Hamel hat sich
einen Tag lang in Milowe umgehört. Übernachten kann man nicht, denn
es gibt nur ein Café im Ort. Ohne Toilette- die wiederum ist im
Krankenhaus.

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