Die Konstruktion von Whiteness – Einwanderung in die USA

Die Konstruktion von Whiteness – Einwanderung in die USA

43 Minuten

Beschreibung

vor 4 Monaten

Im Einwanderungsgesetz (Naturalization Law) von 1790 wurde
festgeschrieben, dass freie weiße Menschen in die Vereinigten
Staaten einreisen dürfen und auch die Staatsbürgerschaft bekommen
konnten. Doch das war nicht so inklusiv, wie es erscheinen mag
auf den ersten Blick. Wer gilt wann als weiß und wer nicht?
darüber sprechen wir in der Folge anhand der Migration in die
USA.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kommen aufgrund von
unterschiedlichen Geschehnisse auf dem europäischen Kontinent
viele irische und Deutsche Migrant:innen. Konflikte aus der
Metropole werden mit in die "neue Welt genommen". Und so wird
versucht die Iren als nicht ganz so weiß und eine eigene "race"
zu beschreiben: sie waren Kelten im Vergleich zu den Briten, die
zu den Anglo-Sachsen gehörten.
Als dann die aber Anfang des 20. Jahrhunderts viele Migrant:innen
aus beispielsweise Osteuropa und Italien kamen hat sich die
Stellung der Iren verändert. Hier wird dann versucht
wissenschaftlich zu beweisen, dass diese neuen Migrant:innen
einer anderen "race" angehören, was bestimmte Charakteristika
implizierte. Die Stellung der irischen Immigrierten ändert
sich.
Diese wissenschaftlichen Abhandlungen werden dann immer mehr und
daraus ergibt sich dann der wissenschaftliche Zwei der
Eugenik.
In den 1920er/1930er Jahren wird dann ein neuer Begriff für weiß
eingeführt: Kaukasisch. Dieser soll wissenschaftlich fundierte
Erkenntnisse suggerieren. Was dies genau beutetet erfahrt ihr in
der Folge.

Wer Gast sein möchte, Fragen oder Feedback hat, kann dieses gerne
an houseofmodernhistory@gmail.com oder auf Twitter an
@houseofModHist richten.


Literatur:
Bayor, Ronald H. (ed): Race and Ethnicity in America. A Concise
History. New York: Columbia University Press, 2003.
Bell, Duncan: Dreamworlds of Race: Empire and the Utopian Destiny
of Anglo-America. Princeton: Princeton University Press,
2020.
Boas, Franz: Race, Language, and Culture. 1910.
Bolden, Tonya: Searching for Sarah Rector: The Richest Black Girl
in America. Abrams, 2014.
de Gobineau, Joseph Arthur: Versuch über die Ungleichheit der
Menschenrassen. 1853-1855.
Etzemüller, Thomas: Henning von Rittersdorf: Das Deutsche
Schicksal. Erinnerung eines Rasseanthropologens. Bielefeld:
transcript Verlag, 2021.
Gardner, Martha Mabie: Working on White Womanhood: White Working
Women in the San Francisco Anti-Chinese Movement, 1877-1890.
Journal of Social History Vol 33 No 1, 1999, pp. 73-95.
Gover, Angela R; Harper, Shannon B. & Langton, Lynn:
Anti-Asian Hate Crime During the COVID-19 Pandemic: Exploring the
Reproduction of Inequality. American Journal of Criminal Justice
Vol 45, 2020, pp. 647-667.
Jacobson, Matthew Frye: Lecture: Whiteness and the Normative
American Citizen, 2014: https://youtu.be/r_WbWd4fw4g
Jacobson, Matthew Frye: Whiteness of a different color: European
immigrants and the alchemy of race Cambridge, Mass.: Harvard
University Press, 1998.
Jew, Victor: “Chinese Demons”: The Violent Articulation of
Chinese Otherness and Interracial Sexuality in the U.S. Midwest,
1885-1889. Journal of Social History Vol 73, No 2, 2003, pp.
389-410.
Lepore, Jill: These Truths. A History of the United States. New
York & London: W. W. Norton & Company, 2019.
Painter, Nell Irvin: The History of White People. New York,
2010.
Ripley, Z. William: The Races of Europe. New York: D. Appleton
and Co., 1899.
Whitman, James Q.: Hitlers amerikanisches Vorbild: Wie die USA
die Rassengesetze der Nationalsozialisten inspirierten. C. H.
Beck, 2018. 

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