Wirtschaftsnews vom 21. Dezember 2021

Wirtschaftsnews vom 21. Dezember 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Thema heute:   


Digitale Zahlungssysteme lösen Bargeld weltweit schneller
ab


 


 


Internationale Überweisungen in Echtzeit, Super-Apps als
Serviceplattformen mit eigenen Bezahlfunktionen und Cyberwallets
dürften bald auch in Europa keine Zukunftsmusik mehr sein.


 Wie aus einer Payment-Studie ( "Charting a cause amid
evolution and revolution") der Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und ihrer
globalen Strategieberatung Strategy& hervorgeht, werden
bargeldlose Transaktionsvolumen weltweit bis 2025 um mehr als 80
Prozent auf 1,9 Billionen gegenüber 1 Billion im Jahr 2020
zulegen. Bis 2030 dürfte sich die Zahl der digitalen Zahlungen
pro Person nahezu verdreifachen.


"Die Corona-Pandemie hat den Wechsel von Bargeld auf digitale
Zahlungen um drei bis fünf Jahre beschleunigt", erklärt Andreas
Pratz, Partner bei Strategy& und Co-Autor der Studie. "Die
gesamte Infrastruktur des Zahlungsverkehrs verändert sich
fundamental. Durch die Entstehung neuer Zahlungswege und
innovativer Geschäftsmodelle rückt auch das Szenario einer
globalen bargeldlosen Gesellschaft in Sichtweite."


Super-Apps geben Richtung vor


Das kräftigste Wachstum wird für die asiatisch-pazifischen Märkte
erwartet: Dort dürften die bargeldlosen Transaktionsvolumina bis
2025 um 109 Prozent und von 2025 bis 2030 um weitere 76 Prozent
zulegen.  Während in Asien bereits zahlreiche neue
Geschäftsmodelle und Innovationen wie multifunktionale
"Super-Apps" großer E-Commerce-Konzerne oder QR-Codes für den
Supermarkteinkauf zum Einsatz kommen, herrscht in Europa, Nord-
und Südamerika ein wesentlich langsameres Innovationstempo. Zwar
steigt in Europa die Akzeptanz für Karten und mobile Zahlungen,
doch in einigen der größeren europäischen Volkswirtschaften - vor
allem in Deutschland - gibt es immer noch mehr Bargeld als
bargeldlose Transaktionen.


Makrotrends Digitalgeld und Wallets


Der tiefgreifende Wandel im internationalen Zahlungsverkehr
betrifft nicht nur traditionelle Zahlungsmittel für Waren und
Dienstleistungen wie Bargeld oder analoge Rechnungen - die
gesamte Infrastruktur der Zahlungsverkehrssysteme weltweit bis
hin zu den Geschäftsmodellen der Marktakteure stehen vor einem
Quantensprung.  Der Studie zufolge werden sechs Makrotrends
den Zahlungsverkehr in den kommenden fünf Jahren wesentlich
beeinflussen.


 


Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/News20211221_kvp.mp3
15
15
:
: