Wirtschaftsnews vom 14. Dezember 2021

Wirtschaftsnews vom 14. Dezember 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Thema heute:   


Bund der Versicherten e. V. (BdV) warnt mit Nachdruck davor,
bei Elektrohändlern Versicherungsverträge
abzuschließen


 


 


Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) weist darauf hin, sich
im Elektromarkt nicht leichtfertig und uninformiert auf den
Abschluss einer Versicherung für Elektrogeräte einzulassen. Denn
die sind oftmals nicht bedarfsgerecht, sondern wahre
Kostenfresser. Ein prominentes Opfer ist Schauspieler Martin
Semmelrogge, der beim Kauf seines Laptops in die Falle der
Versicherung für Elektrogeräte tappte. Da die Versicherung keinen
Cent für das inzwischen beschädigte Gerät zahlt, macht sich der
Fernseh-Star jetzt öffentlich Luft.


Diese Enttäuschung ist nachvollziehbar, findet der BdV: „Für
viele Verbraucherinnen und Verbraucher wie Martin Semmelrogge
erscheint es zunächst sinnvoll, ein neues Elektrogerät zu
versichern. Allerdings bieten solche Versicherungen für
Elektrogeräte aus Verbraucherschutzsicht keinen wirtschaftlich
vorteilhaften Versicherungsschutz. Sie sind allenfalls findige
Geschäftsideen, um den Versicherern und Elektrohändlern
Zusatzeinnahmen zu bescheren“, mahnt man beim BdV.


Ein Ausschluss jagt den nächsten


Oftmals kommen Versicherungen für Elektrogeräte im Kostüm einer
‚Garantieverlängerung‘ oder als ‚Plusschutz‘ daher. „Dass es
tatsächlich Versicherungsverträge sind, wird sprachlich geschickt
verschleiert“, sagt man. So war es auch im Fall Semmelrogge, der
sein neues, 2000 Euro wertvolles Apple Macbook über die
Elektronikversicherung „Plusschutz“ für 199,90 Euro versichern
ließ – in der Hoffnung, damit möglichst umfänglich gegen Schäden
an seinem Notebook abgesichert zu sein. Doch die Versicherung
verweigert eine Entschädigung. Warum? „Die Versicherungsverträge
für Elektrogeräte sind oftmals so konzipiert, dass für
Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nachvollziehbar ist, wann
sie unter welchen Voraussetzungen welche Leistung von der
Versicherung bekommen. Die Gründe dafür liegen in den oftmals
sehr eingeschränkten Versicherungsfalldefinitionen, hohen
Selbstbeteiligungen oder der Tatsache, dass man nur ein
‚gleichwertiges‘, also gebrauchtes Ersatzgerät erhält“, wird
gewarnt.


Einfacher Diebstahl nicht versichert


Ebenfalls meist nicht versichert ist der häufig vorkommende
einfache Diebstahl. So fehlt der Diebstahlschutz in den meisten
Verträgen komplett. Wer ihn möchte, muss meist einen zusätzlichen
Betrag in Kauf nehmen. Manche Versicherer zahlen dann aber nur,
wenn beispielsweise das Smartphone ständig beaufsichtigt wird und
die sogenannte Abwehrbereitschaft des Besitzers gegeben ist.
Sprich: Wird das Smartphone während eines kurzen Sprungs ins
Freibadbecken gestohlen, bestünde kein Versicherungsschutz.


 


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