Harmonikale Architektur und wie die Stille klingt (W)

Harmonikale Architektur und wie die Stille klingt (W)

Das Lassalle-Haus, ein religiöses Bildungszentrum im Kanton Zug, besteht in seiner heutigen Form seit über 50 Jahren. Der Architekt André Studer orientierte sich damals am Prinzip der harmonikalen Architektur: Die Proportionen stehen in einem harmonis ...
29 Minuten

Beschreibung

vor 5 Monaten
Das Lassalle-Haus, ein religiöses Bildungszentrum im Kanton Zug,
besteht in seiner heutigen Form seit über 50 Jahren. Der Architekt
André Studer orientierte sich damals am Prinzip der harmonikalen
Architektur: Die Proportionen stehen in einem harmonischen
Verhältnis zueinander. Das Lassalle-Haus basiert auf dem
menschlichen Längenmass «Fuss», also auf etwa 30 Zentimetern. Alle
Masse des modernen Betonbaus sind daher ein Vielfaches oder ein
Bruchteil davon. Der renommierte Architekt André Studer war
überzeugt, dass mit dieser harmonikalen Architektur ein ureigener
Klang des Hauses entsteht – ein Klang, der die Gefühle der Menschen
anspricht. Damit kann er nicht ganz falsch gelegen haben: Heute ist
das Lassalle-Haus auch bekannt als Ort der Stille. Es werden etwa
Zen-Meditationen oder Schweige-Exerzitien angeboten. Seit mehr als
20 Jahren ist Georg Frey hier als Zen-Schüler unterwegs. Als
Architekt und ehemaliger Denkmalpfleger des Kantons Zug kennt er
das Lassalle-Haus aber auch beruflich: Er hatte den Weg bereitet,
dass das Haus heute denkmalgeschützt ist. Die reformierte Pfarrerin
Noa Zenger hingegen lebt und wirkt im Lassalle-Haus zusammen mit
der Jesuitengemeinschaft. Beide erzählen von ihren Raumerfahrungen
und was die harmonikale Architektur mit Stille zu tun hat. Autorin:
Léa Burger Eine Wiederholung vom 4.Juli 2020
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