Wirtschaftsnews vom 10. Dezember 2021

Wirtschaftsnews vom 10. Dezember 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Messer und Kochen – Teil 2


 


 


 


 


Kürzlich haben wir darüber gesprochen, dass die wachsende Zahl
an Hobbyköchen gemerkt hat, dass gute Qualität für gutes Essen
ausschlaggebend ist und das gilt nicht nur für die
Nahrungsmittel, sondern auch für die Werkzeuge, mit denen man sie
bearbeitet, sprich, die Messer.


Hier sollte man beim Kauf also genau überlegen, WAS man kauft.
Frank Bauer aus dem Wiesbadener Ortsteil Kloppenheim ist in
sechster Generation „Messerdoktor“, bei ihm lassen von
Hobbyköchen bis hin zu Sterneköchen Viele ihre Messer schleifen.
Sein Tipp für den Messerkauf:  


Frank Bauer:    


Ich würde bei dem Messerkauf auf deutsche Produkte
zurückgreifen, die in Qualität und Design alle Wünsche erfüllen.
Man sollte zur Beratung Fachgeschäfte aufsuchen, die eine große
Vielfalt an Messern anbieten. Braucht man mehrere Messer, würde
sich vielleicht ein ganzes Set inklusive Messerblock anbieten. So
ein Messerblock ist eine Aufbewahrungsmöglichkeit, wenn die
Messer mal nicht im Einsatz sind.


Nun haben hochwertige Messer neben vielen Vorteilen auch zwei
Nachteile. Erstens: Sie sind meistens ziemlich teuer und
zweitens, sie werden trotz guter Behandlung irgendwann man
stumpf. Theoretisch kann man zwar selbst den Schleifstein zum
Einsatz bringen, aber damit macht man häufig mehr kaputt, als es
hilft.  Wie arbeitet der Profi?


 Frank Bauer:    


In meiner Werkstatt brauche ich vier Arbeitsschritte, um die
optimale Schärfe zu erzielen.  Bei dem Anschliff werden
Ausbrüche rausgeschliffen und das Messer wieder in Form gebracht.
Der zweite Schritt ist das Polieren, bei dem der Anschliff von
der Messermitte nach vorne dünner auspoliert wird. Das
Feinpolieren ist, um die Schneide noch etwas feiner zu machen und
die Optik zu verbessern. Mit dem Lappen wird der immer noch
vorhandene Grat an der Schneide entfernt. Bei Brot- und
Menuemessern wird zusätzlich noch der Wellenschliff erneuert!


Vier Arbeitsgänge sind also nötig, um ein Messer wieder richtig
in Form zu bringen. Da stellt sich natürlich die Frage nach den
Kosten. Ich garantiere Ihnen, Sie werden jetzt sehr verwundert
sein. Denn ich glaube, Sie werden mit der Einschätzung, was es
kostet, ein Messer wieder in Form zu bringen, deutlich zu hoch
liegen.


Frank Bauer:    


Ein kompletter Schliff kostet dann zwischen zwei und vier
Euro. Ich schleife natürlich auch Scheren, Gartenscheren und
Brotmaschinenmesser.


Sie werden mir recht geben, dass ein Preis von zwei bis vier Euro
für das professionelle Schleifen eines hochwertigen Messers eine
absolut zu vernachlässigende Summe ist, denn so ist ein Messer,
das ein Vielfaches gekostet haben kann, deutlich länger
einsetzbar. Dass Frank Bauer auf seiner Webseite als „Der
Messerdoktor“ firmiert, ist durchaus in Ordnung, denn er
ermöglicht Ihren Messern ein deutlich längeres Leben. Unter
diesem Suchbegriff finden Sie ihn auch problemlos im Internet.
 


 


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