Die Zukunftsmobilisten: Nr. 154 Jorgo Chatzimarkakis (Wasserstoff/europäische Union)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 154 Jorgo Chatzimarkakis (Wasserstoff/europäische Union)

Europäische Kommission und Wasserstoff / Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft
49 Minuten
Podcast
Podcaster
In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

Beschreibung

vor 5 Monaten
von Jürgen Vagt 07.12.21 Heute begrüßte ich Jorgo Chatzimarkakis
und mit dem ehemaligen Politiker und jetzigen Verbandsvertreter der
Wasserstoffwirtschaft sprach ich über die Rolle des Wasserstoffs in
der Zukunftsmobilität. Jorgo Chatzimarkakis berichtete am Anfang
des Interviews über die Zielsetzungen der Europäischen Kommission
in Sachen Wasserstoffwirtschaft, im Zuge der Corona-Pandemie wollte
die Europäische Kommission die Wirtschaft stimulieren. Daher hat
die Europäische Kommission die Wasserstoffstrategie zu Wasser
gelassen und mit dieser Maßnahme gewinnt die Wasserstoffwirtschaft
an Dynamik. Wasserstoff war eigentlich schon immer eine Alternative
zu den klassischen Verbrennern und es gab auch immer mal Versuche
diese Antriebskombination aus Wasserstoff/Brennstoffzelle in
Fahrzeugen zu verbauen. Aber seit der Wasserstoffstrategie im Juli
2020 kommt neue Dynamik in die Wasserstoff-Dynamik und das Henne –
Ei Problem in der Etablierung von neuen Technologien könnte sich
auflösen. Grüner Wasserstoff aus Nordafrika Bislang gab es nicht
annähernd genug Wasserstoff für die individualisierte Mobilität,
aber mit der Wasserstoffstrategie der Europäischen Kommission soll
die ersten Ziele erreicht werden. Man produziert klimaverträglich
Wasserstoff in sonnenreichen Regionen und transportiert diesen
klimafreundlichen Wasserstoff mittels Pipelines und
Transportschiffen auf die großen Absatzmärkte in Zentraleuropa.
Dann bräuchte man ein Tankstellennetz, sodass Fahrzeuge mit
Wasserstoff betankt werden könnten. Jorgo Chatzimarkakis beschrieb,
wo die einzelnen Felder jetzt im Winter 2021 stehen, und zwar sind
erhebliche finanziellen Anstrengungen notwendig, aber man kann auch
bestehende Pipeline-System auf Wasserstoff umbauen, die Kapazitäten
von Tankschiffen sind gegenwärtig vorhanden. Jorgo Chatzimarkakis
sieht aber erst, dass ab 2025 ein massiver Hochlauf der neuen und
damit grünen Wasserstoffwirtschaft erfolgen. Bis 2025 gibt es eine
Testphase und es werden nur Strukturen aufgebaut, aber in der
Mobilität kann einen ernsthaften Anteil des Wasserstoffes am
Kraftstoffmix erst im Zeitraum von 2025 bis 2030 erwarten. Aber die
Mobilität wird auch im Wettbewerb mit anderen Interessengruppen
stehen, denn (grüner) Wasserstoff wird auch als Energiespeicher in
der Industrie genutzt und man kann Wärme in Gebäude nutzen. Auch
für Jorgo Chatzimarkakis wird sich der Wasserstoff auf den
Schwerlastverkehr konzentrieren, hier ist das Gewichtsverhältnis
der Batterie in Relation zum Ladevolumen so ungünstig, sodass
Wasserstoff die bessere Option für den LKW-Verkehr sein wird.

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