Wirtschaftsnews vom 07. Dezember 2021

Wirtschaftsnews vom 07. Dezember 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Thema heute:    


Die wichtigsten Steuerstrategien zum Jahreswechsel – Teil
2


 


 


In der vorherigen Ausgabe unserer Wirtschaftsnachrichten haben
wir Ihnen Steuertipps gegeben, heute geht es weiter mit
zusätzlichen Informationen. Sind in diesem Jahr bereits hohe
finanzielle Belastungen angefallen, lohnt es sich steuerlich,
weitere Ausgaben im selben Jahr zu tätigen.


Vielleicht können ein kostspieliger Zahnersatz, eine hochwertige
Gleitsichtbrille oder die Bevorratung mit
verschreibungspflichtigen Medikamenten in der Hausapotheke
vorgezogen werden. So lassen sich die außergewöhnlichen
Belastungen hochschrauben und die Steuern senken.


Sinken im Jahr 2022 die Einkünfte voraussichtlich, z.B. aufgrund
einer längeren und kostenintensiven Fortbildung, dann könnten die
Gebühren für diese Fortbildung noch dieses Jahr beim
Bildungsinstitut angezahlt werden. Aufgrund des höheren
Einkommens in diesem Jahr ist der Steuervorteil somit höher als
im nächsten Jahr. Auch wer nächstes Jahr in Rente oder Elternzeit
geht, sollte prüfen, ob er Werbungs- oder Handwerkerkosten
vorziehen kann. In der Rente könnten sich diese Steuervorteile
möglicherweise nicht mehr oder nur geringfügig auswirken.


Strategie Kostenverschiebung: Ausgaben ins nächste Jahr
verschieben


Wurden in diesem Jahr Renovierungsarbeiten in der Wohnung oder im
Haus gemacht und die Handwerkerkosten für Arbeitszeit, Anfahrt
und Maschinennutzung liegen über 6.000 Euro? Dann ist der
steuerlich absetzbare Maximalbetrag für das Jahr 2021 erreicht.
Die darüber liegenden Ausgaben können aber im nächsten Jahr noch
die Steuern senken. Dafür sollten die Rechnungsstellung und die
Zahlung ins Jahr 2022 verlagert werden. Einfach beim
Handwerksbetrieb nachfragen, ob ein Zahlungsaufschub bis ins neue
Jahr gewährt wird. Falls möglich, sollten weitere Renovierungen
ins neue Jahr verschoben werden.


Auch sinnvoll:


Wer für das Jahr 2022 beispielsweise einen zuzahlungspflichtigen
Kur- oder Krankenhausaufenthalt oder eine ambulante
Augen-Laser-Operation plant, sollte andere Gesundheitskosten am
besten auch ins neue Jahr verschieben. Denn die Überschreitung
der individuellen Zumutbarkeitsgrenze für die außergewöhnlichen
Belastungen ist notwendig, damit ein Steuervorteil entsteht.
Werden die selbst getragenen Kosten auf mehrere Jahre verteilt,
bringt man sich meistens selbst um den Genuss, die
Einkommensteuer durch die außergewöhnlichen Belastungen zu
drücken.


Steht die Rente indes kurz bevor, ist es klug, Ausgaben für die
Gesundheit in die Zeit der Rente zu verlagern. Der Grund ist,
dass die Rente bei vielen geringer ausfällt als das
Arbeitseinkommen. Somit sinkt die individuelle
Zumutbarkeitsgrenze bei der Einkommensteuer mit dem
Renteneintritt rapide.


 


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