Erben – Ungerecht weil unverdient?

Erben – Ungerecht weil unverdient?

Rund 95 Milliarden Schweizerfranken wurden 2020 hierzulande vererbt. Mehr denn je zuvor. Viele finden das ungerecht, weil unverdient. Ausserdem fürchten sie die wachsende Ungleichheit. Doch wem soll gehören, was jemand hinterlässt? Was sagt die Philos ...
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vor 1 Monat
Rund 95 Milliarden Schweizerfranken wurden 2020 hierzulande
vererbt. Mehr denn je zuvor. Viele finden das ungerecht, weil
unverdient. Ausserdem fürchten sie die wachsende Ungleichheit. Doch
wem soll gehören, was jemand hinterlässt? Was sagt die Philosophie
zum Thema? Ein Streitgespräch. Die österreichische Studentin
Marlene Engelhorn würde dereinst einen zweistelligen
Millionenbetrag erben. Sie will dieses Vermögen aber nicht
behalten, denn sie habe dafür nichts geleistet. Die junge Frau
engagiert sich für die Initiative «Tax me now», die höhere
Vermögens- und Erbschaftssteuern fordert und einen konsequenteren
Kampf gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Der Autor und
Philosoph Ernst-Wilhelm Händler ist ebenfalls vermögend. Er hat
sein Erbe klug investiert und immer wieder unternehmerisch
riskiert. Er ist der Ansicht, dass Erbschaften keinesfalls vom
Staat konfisziert werden dürfen, weil sie Eigentum des Erblassers
seien, der selbst bestimmen darf, was nach seinem Tod mit dem
Vermögen geschehen soll. Philosophieprofessor Stefan Gosepath
hingegen fordert eine radikale Umverteilung von Erbschaften, damit
unsere Gesellschaft gerechter wird. Die gegenwärtige Ungleichheit
ist für ihn ein politisches Pulverfass. Er argumentiert, dass Erben
die Chancengleichheit und das Leistungsprinzip verletzt. Barbara
Bleisch im Streitgespräch um das Recht ums eigene Vermächtnis.

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