Moleküle des Grauens – Warum Chemiewaffen nicht verschwinden

Moleküle des Grauens – Warum Chemiewaffen nicht verschwinden

53 Minuten
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Ein Thema, viele Perspektiven

Beschreibung

vor 1 Monat
Chemische Waffen sind weltweit verboten, schon seit 1997. Das
Grauen, das Phosgen, Senfgas und andere "Lungen-, Blut- und
Nervenkampfstoffe" seit ihrem ersten Einsatz im Ersten Weltkrieg
auslösen, haben eine ungewöhnliche Entschlossenheit bewirkt.
Seither wacht die OVCW, die Organisation für das Verbot Chemischer
Waffen, von Den Haag aus darüber, dass es auch eingehalten wird.
Die Bundesregierung sieht im Abkommen über chemische Waffen "einen
der erfolgreichsten multilateralen Abrüstungsverträge" - und
wahrscheinlich wird die OVCW auf ihrem jährlichen Kongress in
dieser Woche auch eine eher positive Bilanz ziehen. 2013, als die
OVCW den Friedensnobelpreis erhielt, wäre das anders gewesen: im
syrischen Bürgerkrieg waren Stellungen von Aufständischen mit Sarin
attackiert worden. Bis heute ist Assad der Hauptverdächtige. Barack
Obama sah eine "rote Linie" überschritten, Folgen hatte das aber
kaum welche. Die weltweite Ächtung nimmt uns nicht im Einzelfall
die Furcht, dass doch jemand zum Äußersten greift. Und sei es zum
politischen Mord, wie im Fall Skripal. Chemische Waffen sind
weltweit verboten, verschwunden sind sie nicht.

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