Wirtschaftsnews vom 26. November 2021

Wirtschaftsnews vom 26. November 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Thema heute:   

ADAC Test: Reisen mit der Bahn - viel Licht, aber auch Schatten -
30 Strecken im Fernverkehr überprüft


 


Um zu überprüfen, wie gut die Qualität von Bahnreisen auf
Fernstrecken ist, hat der ADAC im vergangenen Sommer seine Tester
30-mal durch Deutschland fahren lassen. Die Testkategorien
spiegeln wider, was Reisenden beim Bahnfahren besonders wichtig
ist: Information und Pünktlichkeit sowie Zustand und Hygiene der
sanitären Einrichtungen wurden dabei am stärksten
gewichtet.

Danach folgen Sitz- und Reisekomfort, Personal sowie Handynetz
und WLAN. Das Ergebnis fällt gemischt aus: Vor allem das
kompetente Personal konnte die Tester überzeugen, auch der Sitz-
und Reisekomfort schnitt gut ab. Pünktlichkeit, Hygiene und WLAN
lassen aber teilweise zu wünschen übrig. Dabei gilt für den ADAC,
dass eine hohe Qualität und ein passgenaues Angebot wichtig sind,
damit mehr Menschen die Bahn als Alternative zum Auto nutzen und
diese ihrer hohen Bedeutung für Klimaschutz im Verkehr gerecht
werden kann.

Insgesamt gut schneidet die Bahn heute schon beim Sitz- und
Reisekomfort ab: Sitzplatzreservierung, Ausstattung und
Sauberkeit sowie das gastronomische Angebot zahlen auf diese
Kategorie ein. 19 Züge erhielten hier eine sehr gute Bewertung.
Der pandemiebedingte freie Nachbarsitzplatz bei Reservierungen
wurde im Test immer freigehalten und die Unterstützung für
Rollstuhlfahrer durch die Bahn hätte auf jeder Fahrt
funktioniert. Aber beim Thema gesonderte Ruhe- und Handybereiche
mussten die Tester feststellen, dass diese in der 2. Klasse in
IC-Zügen nicht vorhanden waren.

Auch auf ein gastronomisches Angebot können sich Reisende nicht
immer verlassen. Positiv bewertet wurden die Zugbegleiter, die
kompetent und fast immer schnell in den Zügen zu finden waren.
Bei den 30 Fahrten konnten die Tester 27-mal die Bestnoten
vergeben. Pünktlich waren im Test 43 Prozent der Züge, also
insgesamt zwölf. Sieben hatten maximal sechs Minuten Verspätung,
weitere sechs blieben unter 16 Minuten. Aber bei drei
Verbindungen waren die Verspätungen teils sehr viel größer. 92
Minuten nach der eigentlichen Ankunftszeit kam der Zug mit der
größten Verspätung an. Und zwei der ursprünglich 30 geplanten
Fahrten konnten die ADAC Tester nicht antreten, da die Züge ganz
ausfielen. Beim Thema Hygiene sieht der ADAC deutlichen
Verbesserungsbedarf: In zwölf Zügen (43 Prozent) gab es eine
auffällige Keimbelastung, neun Proben waren sogar potenziell
gesundheitsgefährdend. Zwar waren die Toiletten optisch sauber,
Türklinken und Toilettenbrillen aber dennoch keimbelastet.
Außerdem war in zwei Zügen die barrierefreie Toilette dauerhaft
gesperrt.

 


 


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