Matisse in Berlin

Matisse in Berlin

26. November 1921
8 Minuten
Podcast
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Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren

Beschreibung

vor 2 Monaten
So stellt man sich wohl ein glückliches Berliner Kunstkritikerleben
auf dem Höhepunkt der ästhetischen Moderne vor: Eben erst
Wiedersehen mit Paul Cézanne bei Cassirer in der Viktoriastraße
gefeiert, geht es noch am selben Wochenende rüber ein paar Straßen
weiter zu Flechtheim ans Lützowufer, wo gerade Henri Matisse
Vernissage begeht. Curt Glaser hatte trotz unmittelbarer
Zeitgenossenschaft bereits einen sehr klaren Blick für die Ikonen
der Moderne und ihren je spezifischen historischen Stellenwert –
und hielt sich vielleicht gerade deshalb zu dem immer
schnelllebigeren und immer aufgeregter geführten Kampf um die
Vorherrschaft dieses oder jenes künstlerischen Stils auf Distanz.
Dass auch er dennoch ein Kind seiner Zeit war, erkennt man an
manchen in unseren Ohren deutlich rassistischen Begrifflichkeiten,
die der nachfolgende Text historisch dokumentiert. Anders als der
Berliner Börsen-Courier haben wir bei Auf den Tag genau über Nacht
das Personal gewechselt. Aus der Ausgabe vom 26. November 1921
liest für uns heute Paula Leu.

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