Isabella Huser, Autorin: «Vater sagte stolz; Wir sind Zigeuner»

Isabella Huser, Autorin: «Vater sagte stolz; Wir sind Zigeuner»

In ihrem Roman «Zigeuner» erzählt Isabella Huser von der Jagd der Behörden auf ihre jenische Familie. Was das mit den «Huser Buebe» - der populären Schweizer Ländler-Kapelle - zu tun hat und weshalb die Autorin den kontroversen Begriff «Zigeuner» als ...
57 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
In ihrem Roman «Zigeuner» erzählt Isabella Huser von der Jagd der
Behörden auf ihre jenische Familie. Was das mit den «Huser Buebe» -
der populären Schweizer Ländler-Kapelle - zu tun hat und weshalb
die Autorin den kontroversen Begriff «Zigeuner» als Buchtitel
wählte, verrät sie in «Focus». «Wer gerade mit einem Waadtländer
Weisswein zum ersten Mal vor dem stimmungsvollen Bild stand, erfuhr
von meiner Herkunft als Zigeunerin», schreibt Isabella Huser in
ihrem Roman «Zigeuner». Das grossformatige Foto zeigt ihren Vater
und seine Geschwister als fidele Truppe von Musikanten. Im Zuge der
Recherchen ihrer Familiengeschichte stösst die Autorin auf den
wahren Grund des Bildes aus den späten 1920er Jahren: Ihr Vater und
seine Geschwister waren zum Zeitpunkt der Aufnahme auf der Flucht
vor den Behörden, die im Auftrag des Jugendhilfswerks «Pro
Juventute» Kinder aus jenischen Familien in Heimen «versorgten».
Inwiefern ihre Familiengeschichte auch eine Musikgeschichte ist und
wofür der Begriff «Zigeuner» in ihrem Leben steht, erzählt Isabella
Huser im Gespräch mit Hannes Hug.
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