Kulturkampf in Texas

Kulturkampf in Texas

Texas sorgt für Schlagzeilen: Mit einem radikalen Abtreibungsgesetz oder der völligen Liberalisierung des Waffentragens. Die regierenden Republikaner ziehen neue Wahlkreise, um ihre Macht zu zementieren. Doch die Bevölkerung wird multiethnischer, städ ...
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vor 2 Monaten
Texas sorgt für Schlagzeilen: Mit einem radikalen Abtreibungsgesetz
oder der völligen Liberalisierung des Waffentragens. Die
regierenden Republikaner ziehen neue Wahlkreise, um ihre Macht zu
zementieren. Doch die Bevölkerung wird multiethnischer,
städtischer, linker.  Nirgendwo sonst in den USA prallen die
Gegensätze so sehr aufeinander wie in Texas. In Texas ist man stolz
und patriotisch und sieht sich als Sonderfall. Das politische Klima
ist rau, seit jeher. Der demographische Wandel aber hat die
Abwehrhaltung gegen aussen und die inneren Spannungen verschärft.
In Austin ist eine ultrarechte Regierung an der Macht, die Texas
als Bollwerk der Freiheit gegen schädliche linke Einflüsse der
Demokraten versteht. Die Demokraten wollten den Leuten die Waffen
wegnehmen, behauptet sie – und in dem Klima der Unsicherheit kaufen
die Menschen erst recht Waffen, aus Angst vor einem Bürgerkrieg. Es
gibt jeden Tag Waffenshows, und in keinem US-Bundesstaat ist die
Bevölkerung so bewaffnet wie in Texas. Die eher linke städtische
Bevölkerung ist ebenfalls besorgt. Frauen sind schockiert, dass die
Regierung ihnen Rechte wegnehmen will, die sie seit Jahrzehnten
besitzen – das Recht auf Abtreibung zum Beispiel. Was ist los in
Texas? Eine Spurensuche in einem riesigen, aber politisch
zerrissenen Bundesstaat.

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