Folge 249 - Hamstern

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Beschreibung

vor 2 Monaten

Heute geht es darum, Geld horten zu horten. Der Volksmund sagt
dazu umgangssprchlich auch Hamstern.  





Das Horten ist abgeleitet vom Wort Hort und bedeutet,
Nahrungsmittel, Kleidung oder andere Sachen über den eigenen
Bedarf hinaus vorrätig zu haben. Darin eingeschlossen ist bereits
die Bevorratung aufgrund von Risiken hinsichtlich der
Wiederbeschaffung bzw. der Verfügbarkeit. 





Vorräte in Zeiten guter Versorgungssituation anzulegen und sich
damit für Notsituationen zu wappnen, ist grundsätzlich
risikominimierend und wird daher auch vom Staat empfohlen.
Umgekehrt wird in Zeiten unzureichender Versorgung die Anlage von
Vorräten negativ bewertet, da dringend benötigte Güter dem Markt
entzogen werden. 





In der heutigen Zeit hat die Benutzung des Wortes horten meist
einen abwertenden Beiklang. 





Eng mit dem Hamstern verbunden ist der Begriff Hamsterkauf 





Wenn Verknappung oder Verteuerung bestimmter Waren des täglichen
Bedarfs drohen und die Menschen dennoch weit über ihren eigenen
Bedarf hinaus Lebensmittel und andere dringend benötigte Waren
zur Bevorratung kaufen, dann decken sie sich mit Hamsterkäufen
ein. 





Hamsterkäufe finden meist statt, wenn Leute in Panik geraten. Das
ist zum Beispiel in einigen Ländern auch vor großen Unwetterlagen
zu beobachten. Wenn beispielsweise große Schneemengen
vorausgesagt werden oder ein Wirbelstrom angekündigt wird, haben
die Leute Angst vor Versorgungsengpässen. Fernsehbilder zeigen
dann oftmals leere Supermarktregale. Aber auch Benzin und Diesel
können knapp werden, wenn Menschen einen längeren Stromausfall
oder unpassierbare Straßen befürchten. 





Auch geldpolitische Entscheidungen, die den Leitzins einer
Währung beeinflussen, können Veränderungen bewirken. Unternehmen
halten mehr Waren im Lager vor und Verbraucher tätigen
Hamsterkäufe. 





In dem Zusammenhang kann die Berichterstattung über aktuelle
Wirtschaftsdaten und die angenommene mittelfristige
Wirtschaftsentwicklung ähnliche Veränderungen zur Folge
haben.  





Hast du schonmal gehamstert? Und war es in der Rückschau wirklich
notwendig? 





Hat sich dein Verhalten zur Bevorratung dadurch vorausschauender
entwickelt? 





Wie viele lang haltbare Lebensmittel (Dosenware, Reis, Nudeln)
hast du im Haus und welchen Zeitraum könntest du damit in einer
Notsituation zurechtkommen? 





Um für besondere Situationen genug zu essen zu haben, wird von
der Bundesregierung empfohlen, Nahrungsmittelvorräte für
mindestens 14 Tage im Haus zu haben.  





In einem Notvorratspaket, dass ich im Internet gefunden habe,
sind beispielsweise folgende Produkte enthalten 





Streichhölzer, löslicher Kaffee, Teebeutel, Taschentücher,
Brühwürfel, Speisesalz, Zucker, Marmelade, Nudeln mit
Tomatensoße, Linseneintopf, Streichwurst, Trinkwasser,
Getränkepulver, Hartkekse, Schokolade und Roggenvollkornbrot. In
solchen Paketen wird besonders auf die Haltbarkeit und die
Nährwerte der Lebensmittel geachtet. Es gibt sogar
Notvorratspakete mit einer Haltbarkeit von 25 Jahren. 





Und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt
es einen Vorratskalkulator im Internet. Dort musst du nur die
Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sowie die Vorratstage
angeben. Im Ergebnis bekommst du eine druckbare Liste notwendiger
Lebensmittel. Dabei berücksichtigt das Programm eine
durchschnittliche tägliche Energiezufuhr von 2200 Kilokalorien.
Der Kalkulator bietet jedoch keine gesonderte Auflistung für
vegetarische oder vegane Ernährung.   





Den Link zum Vorratskalkulator findest du hier:
https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/ 





Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt
es einen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in
Notsituationen sowie eine persönliche Checkliste 





Ratgeber:
https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Buergerinformationen_A4/Ratgeber_Brosch.pdf?__blob=publicationFile 





Persönliche Checkliste: 


https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Buergerinformationen_A4/Checkliste_Ratgeber.pdf?__blob=publicationFile 





Abschließend noch der Hinweis, dass dies keine vollumfängliche
Information für die Bevorratung darstellt. Bitte informiere Dich
eigenständig, was für Deine persönliche Situation,
Essgewohnheiten, Medikamentenversorgung etc. noch notwendig
ist. 





Ich wünsche Dir eine erfolgreiche und hamsterfreie Woche. 

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