#053 | Delfine und IoT? Echtzeit-Objekterkennung mit akustischen Unterwassermodems | Steadforce & EvoLogics

#053 | Delfine und IoT? Echtzeit-Objekterkennung mit akustischen Unterwassermodems | Steadforce & EvoLogics

36 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

COMPUTER VISION  | AUTONOME ROBOTER | OBJEKTERKENNUNG
|  www.iotusecase.com |  Stephan Schiffner (CTO bei
Steadforce, Entwickler für skalierbare, sichere und nachhaltige
digitale Plattformen) und Philipp Bannasch (Team Leader
Sensorintegration bei EvoLogics, Spezialisten für Objekterkennung
unter Wasser und Unterwasserkommunikation) berichten in dieser
Podcastfolge von einem exotischen Use Case: Gewachsen aus einem
Forschungsprojekt der TU Berlin über die Sprache der Delfine,
verstand sich EvoLogics darauf, die gewonnenen Erkenntnisse auch
für die menschliche Arbeit unter Wasser nutzbar zu machen. Mit
einem ganzen Zoo an Robotern kundschaften sie Gewässer aus und
leiten die intelligent aufbereiteten und selektierten Daten an
Instanzen wie beispielsweise die Polizei weiter, um in Flüssen
und Seen verborgene Objekte aufzuspüren. Diese werden bei ihrer
Ermittlungsarbeit entlastet, indem ihnen vor allem ausgewählte,
verdächtige Details präsentiert werden.


Grundsätzlich werden die hierfür genutzten Daten per Sonar,
akustisch, erhoben. Besondere Herausforderungen ergaben sich in
diesem Use Case daraus, dass zunächst ein Modell entwickelt
werden musste, das in der Lage ist, aus dem Datenmaterial Objekte
herauszufiltern - also überhaupt als »Objekt« zu erkennen und
diese im Anschluss bestimmten Kategorien zuzuordnen. Um ein
Modell für solche Aufgabe zu trainieren, benötigen Entwickler
ausreichend große Datenmengen, welche auf diesem speziellen Feld
nicht ohne Weiteres verfügbar sind. An dieser Stelle - für das
Modelltraining - kam die Kompetenz von Steadforce ins Spiel, die
beispielsweise mithilfe von Datenaugmentations-Techniken den Pool
künstlich zu vergrößern wussten, um die Erkennungsrate der
Software trotz schlanker Datenmengen immer wieder gezielt auf die
Probe zu stellen.


Auch die Übertragung der »an der Quelle« gewonnen Daten selbst
ist auf diesem Gebiet eine Kunst für sich. Ist die noch so gut
trainierte Technik live im Einsatz, kann man sich nicht auf die
gewohnten Funkverbindungen stützen – unter Wasser ist die
hergebrachte Datenrate ungefähr so weit wie Modems in ihren
Anfangsjahren, die mit wenigen Kilobyte pro Minute vor sich hin
piepten. Zudem wird die Datenverbindung unter Wasser durch
vielfältigste Einflüsse gestört. Fast lässt sich sagen, die
Steuerung der Gerätschaften ist ähnlich widrigen Umständen
ausgesetzt, wie wenn sie sich auf dem Mars befänden. Dem begegnen
die Entwickler einerseits, indem bereits »vor Ort«, an Bord der
mobilen Technik, mit der Datenauswertung begonnen wird, um
gezielt ausschließlich die erfolgversprechendsten Ergebnisse zu
übermitteln. Zum anderen machen sie sich die Ergebnisse aus der
Delfinforschung zunutze: Im Gegensatz zum wenig komplexen – und
deshalb besonders störanfälligen – »Morsen« herkömmlicher
Sendegeräte, kommunizieren Delfine geradezu singend. Solchermaßen
übertragene Informationen zeigen sich sehr viel
widerstandsfähiger und bieten sich unbedingt für den Einsatz in
der Unterwasserwelt an.

(Gastgeberin |
https://www.linkedin.com/in/madeleine-mickeleit/)
(Interviewpartner |
https://www.linkedin.com/in/stephan-schiffner-139bb54a/ )

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