DuMont-Chef Christoph Bauer: „Das kommt mir vor wie bei Al Capone“

DuMont-Chef Christoph Bauer: „Das kommt mir vor wie bei Al Capone“

WirtschaftsWoche Chefgespräch
1 Stunde 2 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Er liest am Morgen die Neue Zürcher Zeitung, tritt im Karneval
gerne als Superman Clark Kent auf und hält die Tageszeitung für die
Formel 1 des Journalismus: Christoph Bauer ist ein Deutscher mit
Schweizer Pass, der am liebsten familiengeführte Medienunternehmen
radikal ausbaut, umbaut oder gesundschrumpft. Nach Stationen bei
Bertelsmann, NZZ, Ringier und AZ Medien führt er heute als CEO die
über 400 Jahre alte Kölner Dumont-Gruppe, die sich nach einer
existenziellen Krise im Zeitungsgeschäft auf den Großraum Köln
zurückgezogen hat. Doch die Herausforderungen im Mediengeschäft
bleiben groß. Facebook, Apple, Google & Co sind die neuen
Supermächte der globalen Informationsgesellschaft. Kaum einer kommt
an ihnen vorbei, kaum einer informiert sich nicht über sie. Die
US-Digital-Giganten haben auch in Deutschland das klassische
Verlagsgeschäft nachhaltig mitverändert. Die Renditen schrumpfen,
die Abhängigkeiten nehmen zu. Mancher flüchtet sich jetzt in eine
lokale Nische. Bauer hat mir erzählt, wie erschreckend nahe die
Dumont-Gruppe bei seinem Amtsantritt am Abgrund stand, warum er als
Patriarchen-Versteher gilt, weshalb digitale Geschäftsfelder und
nicht die Konsolidierung alter Geschäftsmodelle die Rettung sind,
was es mit seinen Karneval-Kostümen auf sich hat – und warum er
einen Jazzclub eröffnen will. Wenn Sie mir Feedback geben möchten,
Lob, Kritik oder Anregungen loswerden wollen oder eine Frage haben,
erreichen Sie mich unter balzli@wiwo.de

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