Weggeprügelt und zurückgestoßen – Flüchtlinge an der EU-Außengrenze

Weggeprügelt und zurückgestoßen – Flüchtlinge an der EU-Außengrenze

53 Minuten
Podcast
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Ein Thema, viele Perspektiven

Beschreibung

vor 1 Monat
Tatort kroatisch-bosnische Grenze: Sieben Männer mit Sturmhauben,
schwarzen Sonnenbrillen und einer Uniform ohne Abzeichen prügeln im
grünen Dickicht mit Schlagstöcken auf Afghanen und Pakistaner ein,
die gekommen sind, um in Europa um Asyl zu bitten. Die Menschen
schreien vor Schmerzen, werden verletzt an Beinen, Armen und am
Rücken. Sie werden wie Vieh zurückgetrieben, stolpern in den
Grenzfluss, in dem brusthoch das Wasser steht. Niemand ahnt, dass
im Gebüsch Reporter*Innen sitzen und filmen. Pushbacks nennt man
diese Aktionen gegen wehrlose Menschen, illegale Abschiebungen, die
gegen EU Recht und gegen die Genfer Flüchtlingskonvention
verstoßen. Die Vorfälle sind nicht nur auf die Grenze zu Kroatien
beschränkt: In der Ägäis treibt die griechische Küstenwache
Schutzsuchende aufs Meer zurück. Der EU sind diese Vorfälle
bekannt, bislang hat sie nichts unternommen. Jetzt muss sie
handeln. Denn die Recherchen der Journalist*Innen enthüllen ein
System der Regierenden in Zagreb und Athen, die diese Gewalttaten
bisher als Hirngespinste abtun. Wie lange noch?

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