Die Zukunftsmobilisten: Nr. 143 Gregor Kolbe (Elektroautos und Verbraucherschutz)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 143 Gregor Kolbe (Elektroautos und Verbraucherschutz)

Verbraucherschutz in der Elektromobilität / Gebrauchtwagenwerte von Elektroautos
54 Minuten
Podcast
Podcaster
In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

Beschreibung

vor 1 Monat
von Jürgen Vagt 12.10.21 Heute begrüßte ich Gregor Kolbe vom
Bundesverband der deutschen Verbraucherschützer und wir sprachen
über Verbraucherthemen bei Elektroautos. Gregor Kolbe meint, dass
das Angebot von Elektroautos sich in den letzten 10 Jahren deutlich
verbessert hat. Wenn man sich die Modelljahrgänge 2012 oder 2013
anschaut, dann waren 120 – 150 Kilometer Reichweite Standard. Zudem
waren diese alten elektrischen Fahrzeuge eigentlich nur umgebaute
Verbrenner und erst ab 2017, 2018 kamen Elektroautos auf
eigenständigen Plattformen in den Markt gekommen. Die schwere
Batterie des Elektroautos muss in den Fahrzeugboden, sodass das
Elektroauto eine gute Gewichtsverteilung mit guten Fahrleistungen
hat. Jetzt im Jahr 2021 gibt es umfangreiche Förderungen und daher
meint Gregor Kolbe, dass sich der Kauf eines Elektroautos sich
lohnt. Aber grundsätzlich können nur die Eigenheim – und
Eigentumswohnungsbesitzer mit einer stabilen Parkmöglichkeit sich
ein eigenes Elektroauto kaufen. 60 % der Deutschen leben zur Miete
und für diese Menschen bleibt das eigene Elektroauto schwierig,
weil Mieter das Elektroauto nicht stabil laden kann. Ladestationen
fürs Elektroauto Auch abseits vom Auto gibt es viele
Verbraucherschutzthemen, weil ein Elektroauto mit Strom geladen
werden. Gregor Kolbe meint, dass man im privaten Rahmen keine
Leistungsschlachten braucht und 11 kW Ladeleistung zu Hause reicht.
Aber die Käufer der Elektroautos sollten darauf achten, dass die
Ladestationen eine Schnittstelle zum Stromnetz haben. Ladestationen
müssen von außen steuerbar sein, weil in Spitzenzeiten auch
Ladestationen runtergefahren werden müssen. Wenn es in der Zukunft
immer mehr Elektroautos geben wird, dann kann es zu einer
Überlastung des Stromnetzes kommen. Der Gesetzgeber wird bald ein
solche entsprechende Verpflichtung einführen, allerdings sollte
laut Gregor Kolbe der Staat erstmal das Steckerchaos lösen. Auf der
europäischen Ebene sollte eine einheitliche Ladekarte verabschiedet
werden, damit man mit einer Karte und seiner EC- oder Kreditkarte
überall in Europa laden und bezahlen kann. Mit Glück und ohne
Pandemie bekommen wir so ein Gesetz im Jahr 2023, aber die
gegenwärtige staatliche Förderung ist zwar sozial unausgewogen,
aber macht den Elektroautokauf lohnend für den Verbraucher.

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