Wirtschaftsnews vom 12. Oktober 2021

Wirtschaftsnews vom 12. Oktober 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Monat

Thema heute:   


Nach Zinsanstieg weiteres Aufwärtspotenzial bei
Baudarlehen


 


 


Die Zinsen für Immobiliendarlehen haben nach einer Zinsdelle
im August und September Anfang Oktober leicht zugelegt. Die
Zinsen für zehnjährige Darlehen liegen aktuell bei rund 0,9
Prozent und damit knapp einen Zehntelprozentpunkt höher als
Anfang September. Im Durchschnitt sind Kredite damit für unter 1
Prozent erhältlich.


"Immobilienkäuferinnen und -käufer mit Finanzierungsbedarf
bekommen die Ambivalenz der Märkte durch schwankende Konditionen
zu spüren. Einerseits deuten steigende Inflationszahlen,
teilweise bessere Arbeitsmarktdaten und Erfolge im Kampf gegen
die Corona-Pandemie auf höhere Zinsen hin, andererseits bleibt
die Konjunkturerholung unsicher und gegenüber Störungen anfällig
- wie Lieferkettenprobleme, hohe Energiepreise oder heftige
Kursreaktionen an den Börsen zeigen", sagt man bei der Interhyp
AG. Im aktuellen Zinsbericht des Unternehmens halten viele der
monatlich befragten Expertinnen und Experten auf Jahressicht
dennoch höhere Konditionen für möglich.


Impferfolge und die Aussicht auf Medikamente machen Corona zwar
in immer mehr Ländern beherrschbar, dennoch bleiben die Pandemie
und deren Auswirkungen das bestimmende Thema. Die Märkte werden
aktuell zudem beeinflusst von Liefer- und Produktionsengpässen
sowie den Brexit-Nachwehen in Großbritannien. Auch die
zunehmenden Staatsverschuldungen und der in letzter Minute
abgewendete Shutdown in den USA bereiten Investoren Sorge.


Die in vielen Ländern stark gestiegene Inflation befindet sich im
Fokus vieler Investoren und der Notenbanken. In Deutschland ist
die Inflation auf 4,1 Prozent und in der Eurozone auf 3,4 Prozent
geklettert. "Diese Gemengelage beeinflusst Zinsen und die
Zinspolitik - und damit die Frage, zu welchen Konditionen
Immobilienkäufer hierzulande Darlehen aufnehmen können", sagt
man.


Den Notenbanken muss es gelingen, einerseits die Geldentwertung
im Zaum zu halten und andererseits den Wirtschaftsaufschwung
nicht zu gefährden. Auch wenn die US-Notenbank Fed zuletzt einen
sehr behutsamen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik angekündigt
hat, setzen sowohl die US-Notenbanker als auch die europäischen
Kollegen zunächst weiterhin auf ein niedriges Leitzinsniveau und
Anleihekäufe.


Neben der Zinspolitik wirkt sich die Entwicklung der
Staatsanleihen aufs Baugeld aus. Hier war zuletzt ein sichtbarer
Anstieg erkennbar. Nachdem die Renditen für zehnjährige deutsche
Staatsanleihen im Sommer bei rund minus 0,4 Prozent lagen,
befinden sie sich Anfang Oktober nun bei rund minus 0,2 Prozent.
 


 


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