#allesaufdenTisch: Die Gedanken sind frei und Mut ist ansteckend | Von Milosz Matuschek

#allesaufdenTisch: Die Gedanken sind frei und Mut ist ansteckend | Von Milosz Matuschek

12 Stunden 15 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr

Der Mainstream reagiert auf #allesaufdentisch mit
#einfachmaldummstellen. Doch was, wenn kritische Künstler und
Wissenschaftler nun keine Ruhe geben?


Ein Standpunkt von Milosz Matuschek.


Angenommen, Sie haben einen Lieblingsitaliener und genießen dort
seit Jahren schon immer die besten Spaghetti Bolognese. Doch
irgendwann kippt die Begeisterung in ihr Gegenteil, die Qualität
wird schlechter, die Magie des Genusses ist weg. Sie stellen den
Koch zur Rede, doch das Gespräch gestaltet sich schwierig. Man
redet aneinander vorbei. Wenn Sie «verkochte Nudeln» sagen, sagt
der Koch «ist Tradition». Auf «Analogkäse» hören Sie nur: «Ist
doch auch Käse!» Und irgendwann sagen Sie den Satz der Sätze:
«Das ist keine Bolognese». Und die einzige Antwort, die Sie
bekommen lautet: «Doch, denn ich koche das immer so». Erfahrung
sagt gar nichts, meinte mal Tucholsky: Man kann auch 50 Jahre
alles falsch machen. Heißt in unserem Beispiel: Auch tausende
falsche Spaghetti Bolognese machen die Bolognese nicht echt.


Der Mainstream in der Trotz-Wagenburg


Seit letzter Woche fordern Schauspieler, Dramaturgen und
Regisseure in Gesprächen mit bisher im Mainstream wenig gehörten
Experten, dass in Sachen Corona endlich #allesaufdenTisch kommt.
Und die Reaktion der Medien liest sich im Grundtenor oft wie die
Erklärung des falschen Bolognese-Kochs. Gottchen, was haben wir
gekocht und euch vorgesetzt, Debatten in rauen Mengen auch noch,
und jetzt heißt es von ein paar undankbaren Kultur- und
Bühnenclowns: Hey Mainstream, uns schmeckt´s nicht. Geht´s noch?


#Allesaufdentisch als nächste Staffel von #allesdichtmachen? Das
kann man so sehen. Und zwar als eine beim Publikum viel Aufsehen
erregende und dringend notwendige Notarztserie. Im Programm:
offene Operationen am Herzen der Demokratie. Emergency Room für
den Debattenraum. Künstler und Wissenschaftler sind hier als
Reanimationsteam für einen um Luft ringenden Patienten zu sehen,
den Medien und Politik gleichermaßen seit 1,5 Jahren im
Corona-Würgegriff halten: den freien Bürger mit gesundem
Menschenverstand, der in einem Prozess der Urteilsfindung auf
evidenzbasierter Grundlage nach Antworten sucht, die er zwar
bestellt aber nie bekommt. Der Journalismus von früher, der
kritische, investigative, die Mächtigen herausfordernde und
bloßstellende: Er ist fast tot.


All das darf deshalb offenbar nicht sein. Während bei
#allesdichtmachen noch mit dem erhobenen Zeigefinger und
gouvernantenhaften Abzügen in der B-Note (Vergehen: Satire)
reagiert wurde, geht es nun in die nächste Staffel mit offener
Diffamierung und Hetze. Um den Debattenraum in Deutschland und in
der Welt ist es miserabel bestellt. Die Absagen von Drosten,
Wiehler, Lauterbach, Nguyen-Kim u.a. zeigen es. Man will nicht
mit Kritikern sprechen. Man hat Angst vor ihnen.


Die Maske der Zensoren fällt


Die Reaktionen auf #allesaufdentisch sind Realsatire in Reinform
und eine Selbstdemontage der Beteiligten unter dem Motto
#einfachmaldummstellen.


Der Grünenpolitiker und Landesminister Jan Philipp Albrecht holte
sogleich die größte Keule heraus, die es überhaupt gibt.
Verleumdung ins Blaue hinein, mit justiziablen Aussagen. Seinen
Tweet hat er wohlweislich schon wieder gelöscht.


Nils Minkmar schlüpft in der SZ (1) in die Rolle des
Bolognese-Kochs, der dem Kunden Realitätsverlust vorwirft, wenn
es ihm nicht schmeckt: Was haben wir debattiert! Und nennt
vorsichtshalber dann auch gleich Markus Lanz, nicht etwa die SZ,
als Beleg...weiterlesen hier:
https://apolut.net/allesaufdentisch-die-gedanken-sind-frei-und-mut-ist-ansteckend-von-milosz-matuschek








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