50 Jahre Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle

50 Jahre Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle

Vor 50 Jahren gestanden die Schweizer auch ihren weiblichen Mitbürgerinnen das Stimm- und Wahlrecht zu. Einer der krassesten Ausschlüsse aus der Schweizer Demokratie kam zu einem Ende. Doch auch heute dürfen nicht alle mitbestimmen. Warum eigentlich?
60 Minuten

Beschreibung

vor 7 Monaten
Sternstunde Philosophie Sternstunde Philosophie 50 Jahre
Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle SRF 1 10:55 - 11:55 ·
Sonntag · 60 Min · Schweiz 2021 · Kultur Vor 50 Jahren gestanden
die Schweizer auch ihren weiblichen Mitbürgerinnen das Stimm- und
Wahlrecht zu. Einer der krassesten Ausschlüsse aus der Schweizer
Demokratie kam zu einem Ende. Doch auch heute dürfen nicht alle
mitbestimmen. Warum eigentlich? Die Schweiz zelebriert sich gern
als «Wiege der Demokratie». Die Hälfte der Bevölkerung schloss sie
jedoch bis 1971 vom Mitbestimmungsrecht aus. Die Schweiz war damit
eines der letzten Länder der Welt, das auch seinen weiblichen
Mitbürgerinnen demokratische Rechte zugestand. Der Blick ins
Ausland zeigt, dass in vielen Ländern die Frauen anfänglich von der
Mitbestimmung ausgeschlossen blieben. Oft erteilte man vor den
Frauen den Sklaven, dem Arbeitervolk und den Randständigen das
Wahlrecht. Demokratie wurde dabei gern als männliches Unterfangen
inklusive Saufgelage inszeniert, weiss die bekannte deutsche
Historikerin Hedwig Richter. Patriarchale Ausschlussmechanismen
griffen aber weiter, auch nachdem die Frauen das Wahlrecht erhalten
hatten, so die Historikerin Fabienne Amlinger. Heute sind es nicht
mehr die Frauen, sondern andere Gruppen, die im Vorzimmer der Macht
auf Einlass warten, sagt die Politologin Silja Häusermann. Wer darf
mitreden in einer Demokratie und wie verschaffen sich
Ausgeschlossene Gehör? Barbara Bleisch diskutiert die Fragen mit
den drei Expertinnen. Eine Wiederholung der Sternstunde Philosophie
vom 07.02.2021.

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