6/10: «Das Eidechsenkind» von Vincenzo Todisco

6/10: «Das Eidechsenkind» von Vincenzo Todisco

Schon bald sieben Jahre lang lebt das Eidechsenkind nur in der elterlichen Wohnung. Es geht nicht zur Schule; es geht nie auf die Strasse. Im Haus hat es jeden Winkel erkundet. Doch das Verlangen ist zu gross: trotz der Gefahr nimmt es heimlich Kontak ...
28 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Schon bald sieben Jahre lang lebt das Eidechsenkind nur in der
elterlichen Wohnung. Es geht nicht zur Schule; es geht nie auf die
Strasse. Im Haus hat es jeden Winkel erkundet. Doch das Verlangen
ist zu gross: trotz der Gefahr nimmt es heimlich Kontakt zu anderen
Menschen auf. Ein Leben ohne Freunde, ohne Schule, ohne Ausgang;
Flüstern statt Lachen, Essen nur von Plastiktellern, damit nur ja
kein Geräusch entsteht - so sah das Leben Vieler aus, die vor rund
60 Jahren als illegal eingereiste Kinder italienischer Saisonniers
in der Schweiz lebten. Da sie keine Aufenthaltsbewilligung bekamen,
versteckten viele Eltern ihre Kinder daheim. Der 2018 erschienene
Roman «Das Eidechsenkind» des Schweizer Autors Vincenzo Todisco
erzählt das Leben eines solchen Versteckkindes – und gibt zugleich
detailreichen Einblick in den Lebensalltag der Gastarbeiter in den
1960er und -70er Jahren. Es liest: Linda Olsansky Tontechnik:
Mirjam Emmenegger Regie: Susanne Janson Dramaturgie: Simone Karpf
Produktion: SRF 2021 Dauer: 28 Hinweis: Dies ist eine leicht
gekürzte Lesung. «Das Eidechsenkind» ist in der «Edition Blau» des
Rotpunktverlags erschienen.

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