9/10: «Das Eidechsenkind» von Vincenzo Todisco

9/10: «Das Eidechsenkind» von Vincenzo Todisco

Die Jahre vergehen – der Eidechsenjunge kann sich ein Leben ausserhalb des Mietshauses gar nicht mehr vorstellen. Doch die Eltern wollen bald zurück nach Italien. Und auch die engsten Freunde leben in eigenen Welten, in die der Eidechsenjunge nicht mi ...
27 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
Die Jahre vergehen – der Eidechsenjunge kann sich ein Leben
ausserhalb des Mietshauses gar nicht mehr vorstellen. Doch die
Eltern wollen bald zurück nach Italien. Und auch die engsten
Freunde leben in eigenen Welten, in die der Eidechsenjunge nicht
mitkann. Ein Leben ohne Freunde, ohne Schule, ohne Ausgang;
Flüstern statt Lachen, Essen nur von Plastiktellern, damit nur ja
kein Geräusch entsteht - so sah das Leben Vieler aus, die vor rund
60 Jahren als illegal eingereiste Kinder italienischer Saisonniers
in der Schweiz lebten. Da sie keine Aufenthaltsbewilligung bekamen,
versteckten viele Eltern ihre Kinder daheim. Der 2018 erschienene
Roman «Das Eidechsenkind» des Schweizer Autors Vincenzo Todisco
erzählt das Leben eines solchen Versteckkindes – und gibt zugleich
detailreichen Einblick in den Lebensalltag der Gastarbeiter in den
1960er und -70er Jahren. Es liest: Linda Olsansky Tontechnik:
Mirjam Emmenegger Regie: Susanne Janson Dramaturgie: Simone Karpf
Produktion: SRF 2021 Dauer: 27 Hinweis: Dies ist eine leicht
gekürzte Lesung. «Das Eidechsenkind» ist in der «Edition Blau» des
Rotpunktverlags erschienen.

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