#0325 Du künscht di ganze Welt umarma - Mit George Nussbaumer

#0325 Du künscht di ganze Welt umarma - Mit George Nussbaumer

George Nussbaumer vertrat Österreich beim Eurovision Song Contest 1996 mit "Weil's dr guat got" und erreichte mit den Vorarlbergerisch gesungenen Song in Oslo den 10. Platz. Er erinnert sich an seinen Auftritt, wie der Song wortspielerisch entstand und wa
1 Stunde 31 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

George Nussbaumer vertrat Österreich beim Eurovision Song Contest
1996 mit "Weil's dr guat got" und erreichte mit den
Vorarlbergerisch gesungenen Song in Oslo den 10. Platz. Er
erinnert sich an seinen Auftritt, wie der Song wortspielerisch
entstand und was er danach machte - auch über sein aktuelles
Album "Did Anybody Say It Would Be Easy".


Doch zuerst die News.


Die Vorbereitungen für 2022 laufen an: San Marino möchte eine
große Show geplant: "Una voce per San Marino" soll den Beitrag
für den Song Contest in jener italienischen Stadt bringen, deren
Namen wir zum Zeitpunkt der Aufnahme der Episode noch nicht
wissen. Auch Irland sucht, und zwar im Rahmen der "Late Late
Show". Zypern wird im Zusammenarbeit mit Panik-Records erst für
2023 suchen - somit haben wir das erste bestätigte
Teilnehmer-Land für 2023. 


Für Belgien wird Jérémie Makiese antreten, soviel ist bereits
bekannt. Und er versucht, seine beiden Leidenschaften unter einen
Hut zu bringen, hat er doch gerade erst ein
Profi-Fußballer-Karriere beim belgischen Zweitligisten "Excelsior
Virton" gestartet.


Der kommende ORF-Generaldirektor Roland Weißmann hat seine neuen
Fernsehdirektoren präsentiert. Die neue Programmdirektorin ist
Stefanie Groiß-Horowitz und sie war Head of Delegation beim
Eurovision in Wien 2015, bevor sie zu Puls 4 wechselte und dort
Puls24 aufbaute. 
 


Bei Eurovision Again ist für ein paar wenige Wochen der Song
Contest 1968 zu sehen. Hat es Cliff Richard diesmal geschafft?
Schnell anschauen, bevor es wieder verschwindet. Auf Netflix
läuft die Serie "Louis Miguel" über den gleichnamigen
mexikanischen Superstar in der dritten Staffel an. Gleich in der
ersten Folge dieser Staffel ist Jade Ewen zu sehen, die Mariah
Carey verkörpert. Wir erinnern uns: Jade hat mit der Andrew
Lloyd-Webber-Ballade "It's My Time" im Jahr 2009 beim Eurovision
Song Contest in Moskau einen sensationellen fünften Platz
ersungen.


Conchita Wurst hat einen neuen Song am Start: "Bodymorphia" ist
einer der beiden Songs, der speziell für die Show "Arise" im
Berliner Friedrichstadtpalast aufgenommen worden ist.


Aber auch sonst gibt es im Herbst Neuerscheinungen: Sarit Hadad,
Melovin, Lordi und Il Volo - sie alle haben neues am Start.


Ein paar Alben hat unser Gast aus Vorarlberg schon
veröffentlicht, das letzte erst im Frühjahr.


Angefangen hat die Liebe zur Musik für den 1963 in Dornbirn
geborenen George Nussbaumer mit der Liebe zum Radio. Bereits als
kleines Kind hat er ein Transistor-Radio geschenkt bekommen und
es, wie auch viele andere Radios später auch, zu viel geliebt, so
dass es nicht lang überlebte. Im Internat hat er, anfangs nicht
ganz mit dem erhofften Erfolg, Klavier gelernt. Aber er hat
weiter gemacht und mit 16 hat er das erste Engagement in einer
professionellen Blues-Band zu spielen. Auch das brachte nicht
ganz den erhofften Erfolg, da er damals nach eigenem Bekunden
keine Ahnung von Blues hatte.


Mit ersten eigenen Blues-Band gings dann weiter. Eine Talentshow
im ORF führte über Umwege zur ersten eigenen Single. Über weitere
Umwege traf George Nussbaumer den Wiener Star-Produzenten Mischa
Krausz, mit dem eine fruchtbare Zusammenarbeit (auch über
amüsante Umwege) schlussendlich zum österreichischen Beitrag für
den Song Contest 1996 geführt hat. In diesem Rahmen hat der ORF
auch eine kleine Doku über Nussbaumer gesendet.


"Weil’s dr guat got" erreichte einen sehr guten 10. Platz
beim Song Contest in Oslo, ein großer Markt allerdings brach weg,
denn Deutschland durfte nicht teilnehmen, die ARD strahlte den
Song Contest deswegen auch erst spät in ihren Dritten Programmen
aus. George erzählt auch, wie er die Stadt erlebt hat und wie er
Morten Harket getroffen hat. Der Sänger der Kult-Truppe A-ha war
einer der Moderatoren des Song Contests in seiner norwegischen
Heimat.
Und er erzählt von seinem Gospel-Chor, der unter anderem aus
Stella Jones, Bettina Soriat und Cedrik Lee Bradley. Und dem
Hoppala während der Show.


George erzählt auch von der Position nach Eurovision, eine
durchaus schwierige Zeit, wie er heute sagt. Aber auch, dass
diese Zeit ein Befreiungsschlag war. Er ist seit dem sehr viel
live zu sehen gewesen, hat verschiedene Musik-Projekte (George
Nussbaumer & Band, George Nussbaumer & Richard Wester,
Trio Nussbaumer Weber Kreil, das Randy Newman Project mit Manfred
Maurenbrecher und Richard Wester) am Laufen. Und er hat im
Frühjahr eine neue CD mit Eigenkompositionen veröffentlicht,
deren Titelsong "Did Anybody Say It Would Be Easy" er den
Zuhörerinnen und -hörern besonders ans Herz legt.


Ein weiterer Song daraus ist eine Zusammenarbeit mit der
legendären Ina Wolf, die in den 70ern als Christina Simon in der
jungen österreichischen Musikszene eine kleine, feine Karriere
gemacht hat, wenn auch "Heute in Jerusalem", der von André Heller
getextete Song Contest Beitrag aus dem Jahr 1979, kein Erfolg
war. Sie machte später als Song-Schreiberin eine Weltkarriere,
lebt mittlerweile aber wieder in ihrer Vorarlberger Heimat. Mit
Ina nahm George das Duett "No One Can Say We Didn’t Try" auf, und
das legen wir von Merci, Cherie euch ans Herz.


George Nussbaumer ist auch die Station Voice für Antenne
Vorarlberg, seine Stimme ist die der Jingles und Ansagen des
Senders. Außerdem sorgte er dafür, dass die Website der
Vorarlberger Nachrichten jetzt auch für Blinde barrierefrei zu
hören ist.


Natürlich müssen wir auch drei Standard-Fragen an George stellen:


Sein Song, der ihm beim Song Contest 2021 besonders gefallen hat,
war vielleicht... hmmmm


Was er in der Minute vor seinem Auftritt getan hat? Zehn Minuten
vor dem Auftritt hat er noch Shrimps gegessen. Und im Moment vor
dem Auftritt hat er sich gefragt, mit welcher Taste er anfangen
muss.


Und sein Lieblingslied vom Song Contest aller Zeiten? Ein
österreichisches Lied aus den 70ern: Die Schmetterlinge sangen
1977 in Wembley "Boom Boom Boomerang", die wohl erste satirische
Nummer des Song Contests. 
 


In der kleinen Geschichte am Schluss erzählt Alkis von einer
Einzigartigkeit beim Song Contest 1996. Und was die langjährige
Österreichische Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer damit zu
tun hatte.

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