"Laschet als Kanzler würde das Vertrauen in die Demokratie erschüttern"

"Laschet als Kanzler würde das Vertrauen in die Demokratie erschüttern"

12 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Für die Älteren hatte die Elefantenrunde in der ARD am Wahlabend
etwas von einem Déjà-vu. CDU-Chef Armin Laschet machte gleich
mehrfach den Gerhard Schröder. 2005 wollte der damalige Kanzler von
der SPD partout nicht einsehen, dass er die Wahl verloren hatte. 16
Jahre wiederholt sich das mit einem anderen Kandidaten, einer
anderen Partei, aber mit derselben Masche. Inklusive eines
verdutzten SPD-Kandidaten Olaf Scholz. Dabei bleibt die CDU hinter
der SPD und hat mit Laschet als Kanzlerkandidaten gerade das
schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte einstecken müssen. Das
ist eigentlich ein klarer Regierungsauftrag an die SPD, die Grünen
und die FDP, sagt der Leiter des Berliner Parlamentsbüros der SZ,
Nico Fried. Sowohl Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder müssten
zurückstecken, meint Fried. Erst wenn Scholz scheitern sollte,
hätte die Union noch eine Chance auf das Amt des Regierungschefs.
"Da muss man auch die Grünen in die Verantwortung nehmen. Einem so
klaren Wahlverlierer ins Amt zu verhelfen, kann nicht sein. Das
würde auch das Vertrauen in demokratische Abläufe und in die
Institutionen an sich schwer erschüttern." Trotz aller Unterschiede
zwischen Grünen und FDP müssten Kompromisse gefunden werden, alles
andere sei anti-demokratisch. Er erwarte, dass Scholz bis
Weihnachten Kanzler sei. **Weitere Nachrichten:** Erfolg für
Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin,
Ehe für alle jetzt auch in der Schweiz. Redaktion, Moderation: Lars
Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Benjamin
Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD.

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