Interview mit Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Hektor Haarkötter

Interview mit Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Hektor Haarkötter

41 Minuten
Podcast
Podcaster
Podcast zu Kommunikation und Medien

Beschreibung

vor 3 Wochen

Wie ist es um den Medienjournalismus in deutschen Tageszeitungen
bestellt? Sinnbildlich könnte man diese Frage in etwa so
beantworten: Rund ums Fernsehen ist es laut, beim Internet steigt
der Pegel, bei Print ist es ziemlich leise, und ums Radio ist es
fast still.


Einer, der dies wissenschaftlich belegt hat, ist Hektor
Haarkötter, Professor für Kommunikationswissenschaft an der
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Seine Lehr- und Forschungstätigkeit
dreht sich unter anderem um Medienpraxis, politische
Kommunikation, Journalismus, Online-Kommunikation, Medienethik
und Medienphilosophie.


Im Auftrag der Otto Brenner Stiftung (IG Metall) hat er eine
breit angelegte Forschungsstudie zum Thema Medienjournalismus in
Deutschland geleitet. Über die im Juli 2021 vorgelegten
Ergebnisse spricht Hektor Haarkötter in der zwölften Ausgabe von
jot:cast. Sein Resümee: Trotz schwindender finanzieller
Ressourcen gebe es immer noch einen engagierten
Medienjournalismus in Deutschland. Gleichzeitig betont der
Kommunikationswissenschaftler: „Es ist ihm zu wünschen, dass er
seine Unabhängigkeit erhalten kann und seine gelegentlichen
‚Beißhemmungen‘ gegen die eigene Zunft ablegt.“


Außerdem spricht Hektor Haarkötter, der bis 2011 auch als
Journalist, Fernsehautor und -regisseur aktiv war, in der
Podcast-Folge über den Medienwandel, die Errungenschaften für den
Journalismus im Digitalen und dessen „Entgrenzung“ zur PR. Doch
der Wahl-Kölner, der sich im Vorstand der „Initiative
Nachrichtenaufklärung“ engagiert, hat auch als Buchautor einen
Namen. Und so lag es nahe, ihn am Schluss des 40-minütigen Talks
auch nach seinem neuesten Werk zu fragen. Es heißt „Notizzettel.
Denken und Schreiben im 21. Jahrhundert“ und taucht auf mehr als
500 Seiten nicht nur in die Historie dieses Mediums ein. Hektor
Haarkötter legt auch dar, warum der analoge Klassiker als Hard-
und Software gleichermaßen tauglich fürs Online-Zeitalter ist.


 

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