ecozentrisch Champions KW 37: Porsche, Coca Cola, Merck, Veganz, Formo und Co.

ecozentrisch Champions KW 37: Porsche, Coca Cola, Merck, Veganz, Formo und Co.

7 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Das sind die ecozentrisch Wochenchampions in der 37. KW:





Porsche baut Fabrik für CO2-neutralen Kraftstoff


In der Zukunft auch für Sportwagen geeignet: Der Autohersteller
Porsche errichtet eine Fabrik für so genannte e-fuels, die
perspektivisch auch für Verbrenner-Motoren eingesetzt werden
können. Das Werk, welches in Zusammenarbeit mit Siemens Energy
realisiert werden soll, entsteht in Chile.


Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt, dass bereits 2022 in
Teilen fertig sein und dann schon 130.000 Liter E-Fuels erzeugen
soll. Möglich wird das durch den Einsatz von
Wasserstoff-Technologie. Dabei nutzt man Wasserstoff aus
Windstrom aus Chile. In weiteren Umwandlungsschritten werden dann
E-Fuels gewonnen, die nahezu Co2-neutral sind. 


https://www.golem.de/news/kuenstlicher-kraftstoff-porsche-baut-e-fuels-fabrik-2109-159516.html?utm_medium=social&utm_campaign=twitterfeed&utm_source=twitter.com





Flaschen aus recyceltem PET bei Coca Cola 


Beliebte Getränke aus recycelten Flaschen: Die Firma Coca Cola
Deutschland wird ab sofort auch seine Top-Seller Coca Cola, Coca
Cola Zero, Coke Light, Fanta, Sprite und Mezzo Mix in Flaschen
aus Recycling-Material an bieten. Dies betrifft die kleinen
Flaschengrößen bis 0,5 Liter. Damit geht Coca Cola sein selbst
vorgegebenes Ziel hinaus: Man hatte geplant, bis 2023 mindestens
50 Prozent Recycling-Material für die Produktion der nicht
wiederbefüllbaren PET-Flaschen zu nutzen. Bislang hatte man schon
andere Markengetränke wie Vio oder Powerade in Flaschen aus
wiederverwertetem Plasik verkauft. Damit werden im Jahr 2021
bereits ca. 28.000 Tonnen neues Plastik eingespart und das führt
zu einer CO2-Reduzierung von ungefähr 48.700 Tonnen. Coca Cola
hat es geschafft, 99,9 Prozent befpandete Verpackungen zu
verkaufen, die entweder recycelt oder wiederbefüllt werden
können. 


https://www.about-drinks.com/coca-cola-verkauft-ab-sofort-getraenke-seiner-kernmarken-in-flaschen-aus-100-recyceltem-pet/





Grüne Lösungsmittel bei Merck


Umweltfreundlichere Lösungsmittel: Bei Merck gibt es seit Kurzem
eine neue Produktlinie von NMP-freien chemischen Produkten. Diese
Lösungsmittel sind darauf ausgelegt, Fotolackstrukturen schnelle
und kosteneffektive zu entfernen.


Abnehmer hierfür ist vor allem die Halbleiter-Industrie: hier
werden bei der Produktion so genannte Negativ-Fotolacke
eingesetzt. Die Produktionsanlagen regelmäßig wieder davon zu
befreien ist sehr komplex und teuer. Außerdem haben die bisher
verwendeten Reinigungsprodukte sehr negative Einflüsse auf die
Umwelt. Durch die neu entwickelten Reiniger von Merck können die
Lacke mit weniger als einem Drittel der bisher verwendeten
Lösungsmittel entfernt werden. Darüber hinaus brauchen die
Chip-Hersteller weniger Zeit für die Reinigung und die chemischen
Lösungen und Filter werden langlebiger.


https://www.umweltdialog.de/de/wirtschaft/businesscase/2021/Merck-umweltfreundliche-Loesungsmittel-fuer-Fotolackentfernung.php





Thunfisch-Fleisch-Alternative bei Veganz


Es ist pflanzlich, aber schmeckt wie Thunfisch: Die Firma Veganz
hat einen veganen Thunfisch-Ersatz auf den Markt gebracht. Die
Alternative zum Thunfisch soll dem Original im Geschmack in
nichts nachstehen. Dafür sorgt die Beimischung von Knotentang,
einer Algenart, die in Europa heimisch ist. Die Rezeptur basiert
zum größten Teil auf Erbsen-Protein und liefert somit eine klima-
und tierfreundliche Eiweiß-Quelle. Der Ersatz von Thunfisch kann
dafür sorgen, dass sowohl die Überfischung der Meere als auch die
Massentierhaltung von Thunfischen reduziert werden kann. Außerdem
sind bereits bestimmte Thunfisch-Arten vom Aussterben bedroht.
Darüber hinaus ist der Ersatz-Thunfisch deutlich nachhaltiger:
Pro 100 Gramm Thunfisch können 70 Gramm CO2 eingespart werden.


https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2021-09/53896148-bestnote-fuer-nachhaltigkeit-veganz-bringt-vegane-thunfisch-alternative-auf-den-markt-007.htm





Größter Solarpark der Welt von Sunseap Group


Auch Südostasien wird grüner: In Indonesien soll der größte
schwimmende Solarpark der Welt entstehen. Die Sunseap Group aus
Singapur wird ab 2022 damit beginnen, auf der indonesischen Insel
Batam einen riesigen schwimmenden Solarpark zu errichten. Dort,
auf dem Durangkang-Stausee werden auf einer Fläche von ca. 1.600
Hektar Wasser Solaranlagen installiert, die bei Fertigstellung
eine Stromleistung von 2,2 Gigawatt produzieren können. Das mit
errichtete Speichersystem soll eine Kapazität von über 4.000
Megawatt-Stunden haben. Das Projekt soll bereits im Jahr 2024
fertiggestellt werden und ans Netz gehen. An dem Bauvorhaben sind
über 3.000 lokale Arbeitskräfte beteiligt. Die Insel Batam ist
eine Freihandelszone und befindet sich 20 Kilometer von Singapur
entfernt.


https://www.watson.de/nachhaltigkeit/gute%20nachricht/126119723-indonesien-plant-bau-des-groessten-schwimmenden-solarparks-der-welt





Recyclebare Fäden und Knöpfe vom Start-Up
Resortecs


Dem Ziel, Kleidung restlos zu recyceln ein Stück näher: Das
belgische Start-Up-Unternehmen Resortecs hat ein Material für
Fäden und Knöpfe entwickelt, das beim Erhitzen schmilzt. Damit
können Fäden und Knöpfe im Recycling-Prozess besser entfernt und
alte Kleidungsstücke leichter zerteilt werden. Das Material
besteht aus Nylon oder Polymer-Faser. In einem Ofen, der auf
150-200 Grad gebracht wird, können die nicht-textilen
Bestandteile leicht schmelzen und dann vom Kleidungsstück
entfernt werden. Dieses Verfahren ist kostengünstig, das
Recycling eines Kleidungsstücks kostet damit 10 bis 13 Cent.
Normalerweise sind es in Europa bei einem Polo-Shirt 1 Euro 50.
Resotecs rechnet aus, dass bisher nur ca. ein Prozent der
Textilprodukte weltweit recycelt werden. 


99 Prozent werden entweder umweltschädlich auf Deponien gelagert
oder verbrannt. Das kostengünstige Zerteilen von Kleidung kann
hier einen wichtigen Beitrag zu einer höheren
Wiederverwertungs-Quote leisten.


https://www.watson.de/nachhaltigkeit/gute%20nachricht/497245830-start-up-fuer-textil-recycling-bringt-knoepfe-und-faeden-zum-schmelzen





Milchfreier Käse von Formo


Und noch ein Start-up mit einer guten Idee für mehr
Nachhaltigkeit: Das Berliner Unternehmen Formo will mit
Hefe-Bakterien Milchproteine erzeugen und so milchfreien Käse
herstellen. Dabei sollen die Käse-Produkte den gleichen
Geschmack, die gleiche Textur sowie die gleichen Eigenschaften
wie tierischer Käse haben. Möglich werden soll dies durch eine
spezielle Hefe, die mit Kuh-Genen umprogrammiert wurde. Diese
wird mit Kohlenstoff und Stickstoff gefüttert und produziert so
Milchprotein. Bisher steckt man noch in der Entwicklung. Mit der
Massen-Produktion und Auslieferung wird nicht vor 2023 gerechnet.
Jedoch konnte Formo bereits eine Reihe von Finanz-Investoren
überzeugen und hat für seine Idee 50 Millionen Euro eingesammelt.
Das ist mehr als jedes andere Foodtech-Unternehmen in Europa.


https://www.rnd.de/wirtschaft/berliner-startup-will-veganen-kaese-herstellen-mit-milchproteinen-aus-hefebakterien-H2CJTY2LSBDU3GJVABG26GZO5A.html


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Kalifornien sind unter
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