Literaturkritik.de: „Der Tod des Vivek Oji“ von Akwaeke Emezi

Literaturkritik.de: „Der Tod des Vivek Oji“ von Akwaeke Emezi

7 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
“Zeitlose Tragödie in Nigeria” – In dem Roman „Der Tod des Vivek
Oji“ erzählt Akwaeke Emezi vor dem Hintergrund der nigerianischen
Kultur eine feinfühlige, moderne Tragödie um queere Identitäten. –
eine Rezension von Monika Grosche

Gleich zu Beginn von Akwaeke Emezis Roman Der Tod des Vivek Oji
trifft es den Leser wie ein Faustschlag. Das Buch beginnt damit,
dass eine Mutter eines Nachmittags auf der Veranda ihres Hauses
ihren toten Sohn findet. Wie ein Paket hat jemand Viveks leblosen
Körper mit eingeschlagenem Schädel, nackt und in bunten Stoff
gewickelt, vor der Haustür abgelegt. Die verzweifelte Mutter
versucht daraufhin herauszufinden, warum ihr einziges Kind eines
gewaltsamen Todes gestorben ist. Ist er den Unruhen, die auf dem
Markt der kleinen Stadt im Süden Nigerias ausgebrochen sind, zum
Opfer gefallen? Doch wer hat ihn dann nach Hause gebracht – und
wieso nackt? Diese Fragen gehen ihr nicht mehr aus dem Sinn, und
sie möchte wissen, ob sie etwas hätte tun können, um seinen Tod
zu verhindern …

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