Vielvölkerstaat Äthiopien - Kämpfe um Vorherrschaft eskalieren

Vielvölkerstaat Äthiopien - Kämpfe um Vorherrschaft eskalieren

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Politische Reportagen und Features mit Hintergrundinformationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hier gibt es 15- bis 25-minütige Berichte, Reportagen und Features aus (Nord-) Deutschland, sowie von ARD-Korrespondenten und freien Autorinnen und...

Beschreibung

vor 1 Monat
In Äthiopien kämpfen Regierung und Volkbefreiungsfront militärisch
um die Macht. Die UN befürchtet die schwerste Hungernot seit
langem. Im Vielvölkerstaat Äthiopien weiten sich die kriegerischen
Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Land aus.  Die
Zentralregierung unter Ministerpräsident Abiy Ahmed hatte im
November 2020 eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront
von Tigray (TPLF) begonnen. Die TPLF war bis 2019 in Äthiopien an
der Macht war und hat ihre Wurzeln in der nördlichen Region Tigray.
Seither wurden Tausende Menschen getötet und Hunderttausende
vertrieben. Beide Seiten haben zur Mobilmachung aufgerufen.
 Der Konflikt hat sich auch auf Nachbarregionen ausgebreitet.
Die Vereinten Nationen warnen vor einer dramatischen
Verschlechterung der humanitären Situation, vor allem in Tigray. Im
Konfliktgebiet drohe die schwerste Hungersnot der Welt seit
Jahrzehnten. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 5
Millionen Menschen im Norden des Landes auf humanitäre Hilfe
angewiesen, mehr als 400 000 sind vom Hungertod bedroht. Wegen der
Sicherheitslage und bürokratischer Hürden haben Hilfsorganisationen
seit Monaten keinen vollen Zugang zu den Notleidenden. Beiden
Konfliktparteien wird vorgeworfen, humanitäre Hilfe zu untergraben.
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