Passanten als Stars – Wer wagt, ein Orchester zu dirigieren?

Passanten als Stars – Wer wagt, ein Orchester zu dirigieren?

Rund um die Neueröffnung der Zürcher Tonhalle stellt sich ein renommiertes Orchester mitten in der Stadt auf und spielt das berühmte Stück «Boléro» – sofern Passanten es dirigieren. Wer ist mutig genug? Und was geschieht, wenn Laien ein Orchester führ ...
27 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Rund um die Neueröffnung der Zürcher Tonhalle stellt sich ein
renommiertes Orchester mitten in der Stadt auf und spielt das
berühmte Stück «Boléro» – sofern Passanten es dirigieren. Wer ist
mutig genug? Und was geschieht, wenn Laien ein Orchester führen?
Bühne frei für ein spannendes Experiment. Zusammen mit dem Jugend
Sinfonie Orchester Zürich (JSOZ) trägt der «Kulturplatz» ein
Meisterwerk der Klassik in den öffentlichen Raum. Unter der stark
frequentierten Zürcher Hardbrücke wird Maurice Ravels einzigartiges
Stück «Boléro» gegeben. Allerdings fragt sich, wie dies klingen
wird. Denn die Musikerinnen und Musiker betätigen ihre Instrumente
erst, wenn Passantinnen zum bereitliegenden Dirigierstab greifen.
Was dabei wohl entsteht? Und: Lassen sich gar neue Talente
entdecken? Moderatorin Eva Wannemacher trifft vor Ort einen
professionellen Dirigenten, um herauszufinden, was es braucht, um
einem Orchester vorstehen zu können. Und sie wird mit dem Direktor
des Konservatoriums Zürich über die Nachwuchsförderung an seiner
Musikschule sprechen. Dies alles vollzieht sich, kurz bevor die
Tonhalle Zürich wiedereröffnet wird, deren «Junior Music Partner»
das JSOZ ist. Nach aufwendiger Renovation erstrahlt sie in neuem
Glanz – auch akustisch, zählt doch ihr Konzertsaal zu den besten
der Welt. Dazu beitragen wird mit Fortissimo auch die neue Orgel.
Auf das rund drei Millionen Franken teure Prunkstück mit fast 5000
Orgelpfeifen freut sich besonders der Chefdirigent des Hauses,
Paavo Järvi, wie eine Reportage zeigt. Darüber hinaus begibt sich
der «Kulturplatz» auf die Spuren des «Boléros»: einer
unvergleichlichen Komposition, die trotz (oder gerade wegen) ihres
minimalistischen Rhythmus zu einem der faszinierendsten und
meistgespielten Stücke der Musikgeschichte avancierte – in der
Klassik, aber auch in der Popkultur.

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