Die Mörder Erzbergers identifiziert

Die Mörder Erzbergers identifiziert

14. September 1921
5 Minuten
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Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren

Beschreibung

vor 1 Monat
Etwa drei Wochen nach dem Attentat auf Matthias Erzberger war es
dem badischen Generalstaatsanwalt gelungen, die beiden Täter zu
identifizieren: die ehemaligen Marineoffiziere Heinrich Tillessen
und Heinrich Schulz. Was vielen Beobachtern damals schon klar war,
dass nämlich die beiden zu rechtsradikalen Geheimorganisationen
gehörten und im Auftrag dieser Kreise handelten, ist aus der
heutigen Rückschau belegbar. Beide waren Mitglieder der sog.
Operation Consul und erhielten vom Leiter des militärischen Arms
dieser Untergrundorganisation Manfred von Killinger den Auftrag zum
Mord an Erzberger. Killinger und andere einflußreiche
Sympathisanten halfen ihnen auch nach vollbrachter Tat zur Flucht
ins Ausland. Beide Täter kehrten nach Deutschland zurück, als sie
durch die Straffreiheitsverordnung von 1933, die alle Strafen für
Verbrechen beim Aufbau des Nationalsozialismus aufhob, eine
Amnestie erhielten. Doch zurück zum 14. September 1921. Da
berichtete die Berliner Morgenpost von der Identifizierung der
Täter. Es liest Paula Leu.

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