Die Zukunftsmobilisten: Nr. 138 Marion Jungbluth (Verband der Verbraucherschützer)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 138 Marion Jungbluth (Verband der Verbraucherschützer)

Verbraucherschutz und autonomes Fahren / Verbraucherschutz in der New Mobility
46 Minuten
Podcast
Podcaster
In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

Beschreibung

vor 1 Monat
von Jürgen Vagt 03.09.21 Heute begrüßte ich Marion Jungbluth von
dem Verband der Verbraucherschützer und wir sprachen eine gepflegte
dreiviertel Stunde über die Verbraucherinteressen in der
Etablierung des autonomen Autofahrens. Schon seit 2013 begleitet
Marion Jungbluth in den Berliner Fachkreisen die Etablierung des
autonomen Fahrens. Im Mai hat der deutsche Gesetzgeber die
Typenzulassung rechtlich ermöglicht und nun wartet die Szene auf
die ersten kommerziellen Anwendungen. Branche würde ich die Akteure
noch nicht nennen. Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, gab es
eine Menge Themen, bei denen Verbraucherinteressen betroffen sind.
Mit zwei Diktaturen in den letzten 100 Jahren steht Datenschutz in
Deutschland ganz oben auf der Agenda. Wer behält die Datenhoheit
des hoch automatisierten bzw. autonomen Autos, ist der Passagier
oder der Anbieter oder der Hersteller. Diese Fragen müssen geklärt
werden und hierzu sollte es einen breiten gesellschaftlichen
Diskurs geben. Im Hamburg gibt es die ersten Ansätze, um eine
gesellschaftliche Diskussion, aber gegenwärtig müssten sich die
Hersteller und Anbieter erstmal automatisierte Fahrten anbieten.
Data-Governance ist das Zauberwort Man kann den Satz nicht mehr
hören, aber Daten sind das neue Öl und die beteiligten Unternehmen
wollen diese Einnahmequelle nicht mit den Wettbewerbern teilen. In
diesen Jahren wird das Marktdesign festgelegt und der Prozess
verläuft laut Marion Jungbluth etwas zäh. Aus
Verbraucherschutzsicht muss gefragt werden, wie die Kostenvorteile
des automatisierten Fahrens an die Kunden weitergeben wird. Zudem
sieht auch Marion Jungbluth ein massives Stadt-Land Gefälle, in den
Großstädten gibt es schon im Jahr 2021 viele verschiedene
Mobilitätsoptionen. Aber auf dem Land ist man auf das Auto oder die
Autos angewiesen und mit klassischem Schulbus kann man kein
normales Leben als Mittelschichtsmensch führen. Aber das
automatisierte Fahren bietet viele Vorteile, die automatisierten
Shuttles können kostengünstiger und flexibler fahren als die
konventionellen Busse oder Taxis. Die Technik könnte die
Lebensqualität steigern und die Anzahl der Autos auf dem Land
reduzieren. Daher sollte wenigstens in Modellvorhaben das
automatisierte Fahren auf dem Land erprobt werden.

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