Wirtschaftsnews vom 31. August 2021

Wirtschaftsnews vom 31. August 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Monat

Thema heute:   


Tempo der Elektrifizierung stellt mittelständische
Automobilzulieferer vor große Herausforderungen


 


 


Die Studie "Vollbremsung oder Spurwechsel bei voller Fahrt?",
für die die Strategieberatung Roland Berger Vorstände und
Geschäftsführer aus der mittelständischen
Automobilzulieferindustrie befragt hat, zeigt eine Branche im
Umbruch: Geschäftsmodelle müssen schneller als erwartet auf
die elektrische Antriebstechnologie ausgerichtet werden.


Die finanziellen Spielräume sind nach dem Krisenjahr 2020
allerdings vielerorts eingeschränkt. Um die Transformation
dennoch zu bewältigen und die Investitionen in neue Technologien
und Digitalisierung stemmen zu können, sind die Firmen umso mehr
gezwungen, die Effizienz im angestammten Geschäft zu erhöhen.


"Die Automobilzuliefererbranche steht vor großen
Herausforderungen. Neben der Bewältigung der Auswirkungen der
Pandemie, den derzeitigen Lieferengpässen sowie dem geringeren
finanziellen Spielraum muss die Wende zur Elektromobilität
schnell vollzogen werden", sagt man beim Unternehmen. "Mit einer
solch großen Dynamik, getrieben von den verschärften Klimazielen
und Ankündigungen der Autohersteller zur zügigen Elektrifizierung
der Flotte, haben vor allem im Mittelstand viele
Zulieferunternehmen nicht gerechnet."


Transformation zur E-Mobilität schneller notwendig als
erwartet


Ihr aktuelles Produktportfolio verschafft vielen
mittelständischen Automobilzulieferern kaum Wachstumschancen.
Bereits bis 2030 wird der elektrische Antrieb den reinen
Verbrennungsmotor bei den neu zugelassenen Fahrzeugen überholen.
So geben fast 90% der befragten Unternehmen an, dass die
Elektrifizierung spürbare Auswirkungen auf ihre Geschäftsmodelle
hat. Dies gilt nicht nur für Zulieferer im Segment
Antriebsstrang, sondern für den Mittelstand der Branche
insgesamt. Die fortschreitende Digitalisierung hinsichtlich
künstlicher Intelligenz und Automatisierung nennen 61%. An
dritter Stelle steht das Autonome Fahren mit 56%. Für jeden
zweiten Befragten erfolgt die Umstellung hin zu elektrischen
Fahrzeugen schneller als erwartet. Im Segment Motor und
Antriebsstrang sind sogar fast zwei von drei Teilnehmern
überrascht, wie schnell die Elektrifizierung voranschreitet. "Die
Transformationsfähigkeit des eigenen Angebots wird für die
Zulieferer zur Existenzfrage", sagt man bei Roland Berger. "Dabei
gilt es, den Spurwechsel bei voller Fahrt zu meistern: Während
das aktuelle Produkt- und Technologieportfolio noch stark vom
Verbrenner geprägt ist, müssen die Unternehmen zeitgleich hohe
Investitionen in neue Technologien tätigen - und das bei
stagnierenden Produktionsvolumina und einer angespannten
Margensituation."  In etwas abgeschwächter Form trifft diese
doppelte Herausforderung auch die Mittelständler in den übrigen
Segmenten.  


 


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