#0323 Wie funktioniert Musikbusiness heute? Mit Hannes Tschürtz (Ink Music)

#0323 Wie funktioniert Musikbusiness heute? Mit Hannes Tschürtz (Ink Music)

Wie verdienen Musikerinnen und Musiker heute Geld? Warum hat der eine Eurovision Artist Alben, ein anderer nur einige Singles? Was steckt dahinter? Wie sehr hat Streaming das Businessmodell geändert? Diese Fragen beantwortet der kulturpolitisch engagierte
1 Stunde 13 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Wie verdienen Musikerinnen und Musiker heute Geld? Warum hat der
eine Eurovision Artist Alben, ein anderer nur einige Singles? Was
steckt dahinter? Wie sehr hat Streaming das Businessmodell
geändert? Diese Fragen beantwortet der kulturpolitisch engagierte
Labelchef und ehemaliger ESC und Melodifestivalen-Juror Hannes
Tschürtz, der mit Ink Music dieses Jahr seinen 20. Geburtstag
feiert.


Doch zunächst die News. Wir sind froh, dass ABBA ihr Comeback so
getimed haben, dass es zu unseren vergangenen ABBA-Specials
passt. Auf https://abbavoyage.com kann man sich registrieren. Am
2. September kommt dann was. Wir bleiben gespannt.


Die EBU hat die Mitgliedschaft des staatlichen Senders BRTC aus
Belarus bis 2024 suspendiert. Das bedeutet natürlich auch, dass
Belarus auf weiteres erst einmal nicht am Song Contest teilnehmen
darf.


Amadeus, der künstlerische Direktor des Festival di Sanremo hat
einmal zugesagt, dass die Übertragungen von Sanremo nicht mehr
bis in die frühen Morgenstunden dauern werden.


Eva Mora ist die neue Head of Delegation, also
Sendeverantwortliche, in Spanien. Sie moderierte einige
Eurovision-Events wie den Junior Eurovision Song Contest oder
"Europe Shine A Light" und sie liebt den Song Contest. Zudem gibt
es eine Arbeitsgruppe des Senders RTVE mit Experten, die sich um
den Beitrag mit kümmern wollen. Spanien nimmt Eurovision
offensichtlich wieder ernst.


In der Episode #0219 "Black Entries Matter" haben wir uns den
PoCs (Persons of Color) beim Song Contest angenommen. Unsere
Kollegen von ESC kompakt und ESC Update haben sich des Votings
angenommen und einmal analysiert, ob das Voting rassistische
Tendenzen zeigt. Thomas Mohr und Marcel Stober hatten in ihrer
Podcast-Folge sowohl César Sampson und Lars Peters von ESC
kompakt zu Gast. Die Analysen sind sehr interessant.


Neues zum Anschauen: 


Eurovision Again ist wieder da: 1992 gewann in Malmö bekanntlich
Irlands Linda Martin mit "Why Me", bei der Wiederaufführung der
restaurierten Sendung gewann allerdings Italiens Mia Martini, der
wir bekanntlich in der Folge #0212 Tribut zollten. Zum Nachhören
unserer Episode bitte auf diesen Link klicken.


Passend zum ABBA-Fieber hat der offizielle Youtube-Kanal von ABBA
das Promo-Video zu "Waterloo" (damals noch auf 16mm-Filmmaterial
gedreht) auf 4k aufblasen lassen. Auch den Auftritt 1974 in
Brighton gibt es seit Juni auf 4k von einem Kanal, der sich auf
das Restaurieren von alten Musik-Clips spezialisiert hat.


Neuerscheinungen gibt es auch: Parbara Pravis Album ist endlich
raus. "On n'enferme pas les oiseaux" ist ab sofort erhältlich.


Vincent Bueno hat eine neue Single draussen “Super Awesome
Things” ist Anfang August erschienen. Und klingt awsome.


Star-DJ Steve Aoki hat sich Senhit's "Adrenalina" angenommen und
macht es noch Dancefloor-tauglicher.


Russlands Little Big haben sich mit Song Contest-Siegerin Netta
auf ein Packl gehaun und sie haben zusammen "Moustache"
aufgenommen. 


Zu Gast bei Marco und Alkis ist Hannes Tschürtz vom Musikprojekt
Ink Music, das dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Tschürtz
ist nicht nur Label-Chef, sondern auch Manager und auch eine
Stimme in der Kulturpolitik. Seinem Twitteraccount
twitter.com/hannestschuertz kann und sollte man durchaus folgen.
Und er war bereits Teil der österreichischen Jury beim
Songcontest 2018 in Lissabon. Das führte zu einer Einladung, als
Juror beim Melodifestivalen 2019 teilzunehmen.


Für unsere  Interview hat er drei Songs mitgebracht, die ihm
am Herzen liegen.
Den Anfang macht Lou Asril, ein junger Sänger aus Linz: "Divine
Goldmine"


Tschürtz erzählt, wie sehr sich der Song Contest aus der
Perspektive der Künstler verändert hat. Und er geht der Frage
nach den (fehlenden) Alben nach. Warum bringen manche Acts nur
Singles raus und andere haben ein komplettes Album im Repertoire.


Und auch die Frage nach dem Gewicht des Radios wird gestellt, wie
schwer hat es das Radio gegen Streaming heutzutage.


Der zweite Song, den Hannes mitgebracht hat, ist von CHRISTL
(feat. Mile) "Purple".


Vor einem oder zwei Jahrzehnten waren Casting-Shows ein Türöffner
zu den Charts, heute ist es nicht zwangsmäßig der Fall.


Aber wie kommt dann Geld ins Haus? Große Plattenfirmen haben den
Back-Catalogue, Musik, die vor Jahrzehnten aufgenommen wurde und
noch immer gehört wird. Jüngere Labels, die den Aufbau von
Künstlerinnen und Künstlern übernehmen, brauchen länger.


Der dritte Song ist von Mira Lou Kovacs. "Stay A Little Longer".


Die berühmten drei Fragen am Schluss haben wir Hannes Tschürtz
natürlich auch gefragt.


Der Song von Eurovision 2021, der auf Hannes Tschürtz' Playlist
wohl überdauern wird ist der Siegertitel von Måneskin "Zitti E
Buoni"


Die Lieblingserinnerung ist die von Toto Cotugno, dessen Schweiß
die Haarfarbe auf dem hellen Pulli verteilte.


Und sein Lieblingsbeitrag aller Zeiten? Italien wieder: Umberto
Tozzi und Raf mit "Gente di mare" aus dem Jahr 1987.



In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluß erzählt Alkis
von einer Song Contest-Teilnehmerin, die durch die TV-Produzentin
Yvonne Littlewood zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der
Welt wurde. Wer das wohl ist...

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