Liebe in Zeiten von Tinder und Co

Liebe in Zeiten von Tinder und Co

Immer öfter suchen wir die Liebe fürs Leben digital. Insbesondere Dating–Apps boomen. Doch ist das ein guter Weg, um eine Partnerin oder einen Partner fürs Leben zu finden? «Einstein» macht ein grosses Dating-Experiment und zeigt, was sonst noch alles ...
43 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
Immer öfter suchen wir die Liebe fürs Leben digital. Insbesondere
Dating–Apps boomen. Doch ist das ein guter Weg, um eine Partnerin
oder einen Partner fürs Leben zu finden? «Einstein» macht ein
grosses Dating-Experiment und zeigt, was sonst noch alles passen
muss, damit die Chemie stimmt. Das grosse Dating-Experiment Eine
Kandidatin und ein Kandidat hoffen auf die grosse Liebe: Finden Sie
sie mit dem Einstein-Dating-App «zweistein»? «Einstein» macht
zusammen mit der Soziologin Gina Potarca die Probe aufs Exempel und
zeigt auf, wie gut die seit Corona noch beliebteren Dating-Apps
wirklich sind. Dating-Apps: Viel besser als ihr Ruf Bei Tinder und
Co gibt es Fotos von potienziellen Parterinnen und Partnern zu Hauf
– einfach nach rechts wischen und schon hat man vielleicht einen
Match. Doch wenn die Auswahl nur aufgrund von Fotos geschieht, dann
geht es doch vielmehr um schnellen Sex als um die grosse Liebe. Ein
Vorurteil, das die Genfer Soziologin Gina Potarca entkräften
konnte. In ihrer Studie waren die Dating-App-Paare genauso
zufrieden mit ihrer Beziehung wie die, die sich über eine Begegnung
kennen gelernt hatten. Und die App-Paare waren sogar stärker daran
interessiert, zusammenzuziehen. Man muss sich riechen können: Wie
die Biologie in die Liebe reinfunkt Ebenfalls wichtig bei der
Partnersuche ist die sogenannte Chemie – also ob man sich riechen
kann oder eben nicht. Im Duft des Gegenübers versteckt sich nämlich
eine Information über das Immunsystem. Und man mag den oder die
besonders gut riechen, wenn sie oder er ein möglichst
unterschiedliches Immunsystem haben. Ein besonders vielfältiges
Immunsystem ist nämlich eine perfekte Voraussetzung für den
Nachwuchs. Und der Evolutionsbiologe Claus Wedekind hat sogar
herausgefunden, dass der Duft beeinflusst, ob ein Embryo sich in
der Gebärmutter einnisten kann oder nicht. Das konnte er bei
Pferden nachweisen – und auch beim Menschen gibt es Hinweise, dass
derselbe Effekt bei Fruchtbarkeitsproblemen eine Rolle spielen
könnte. Gleich und gleich gesellt sich gern: Der Faktor Psychologie
Für eine glückliche Beziehung müssen zwei Menschen zueinander
passen – und heutzutage versprechen Dating-Agenturen ein perfektes
Matching. Die Persönlichkeitstests von Parship und Co sind
allerdings streng geheim. Nicht so beim Sozialpsychologen Manfred
Hassebrauck von der Uni Wuppertal. Sein Test ist öffentlich
zugänglich und ihm reicht es nicht, einfach Persönlichkeitsaspekte
abzugleichen. Auch das Beziehungsverhalten muss zueinander passen.

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