Wirtschaftsnews vom 17. August 2021

Wirtschaftsnews vom 17. August 2021

Wirtschaftsnews

Beschreibung

vor 1 Jahr

Thema heute:   


Neue Welle von Fake-Inkasso-Schreiben


 


 


Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen, BDIU, warnt
vor einer neuen Welle von Betrugsversuchen durch Fake-Inkasso.
Zwei Absender sind aktuell sehr auffällig: eine "EU Forderungs
AG" mit behauptetem Sitz in Köln sowie eine mit englischer
Firmierung auftretende "Federal Management", angeblich aus
Dortmund.


Der BDIU hat Strafanzeigen erstattet, unter anderem da auf den
Briefen das Logo des Verbands abgedruckt ist. "Unser
Mitglieds-Logo steht für seriöses Inkasso und darf nur von
Rechtsdienstleistern verwendet werden, die sich auf strenge und
nachprüfbare Regeln für einen fairen Forderungseinzug
verpflichtet haben", so ein Sprecher. Glücklicherweise lässt sich
der Betrugsversuch leicht erkennen. Grammatik und Rechtschreibung
der Briefe sind fehlerhaft. Zahlungen sollen auf ausländische
Konten erfolgen. Als Grund werden angebliche Gewinnspiele
genannt: "Eurowin 24", "Eurojackpot-6/49", "Winners 49" oder "Top
400 & Millionenrente". Keiner der Absender verfügt über die
erforderliche Registrierung als Inkassodienstleister, wie sich
auf dem Onlineportal der Landesjustizverwaltungen
www.rechtsdienstleistungsregister.de einfach überprüfen lässt.


Der BDIU rät Verbrauchern, die solche Schreiben erhalten,
dringend davon ab, direkt auf die Absender zu reagieren. "Die
Betrüger verschicken diese Post massenweise. Sie probieren dafür
Adressen aus, die sie sich teils aus öffentlich zugänglichen
Verzeichnissen, beispielsweise Telefonbüchern, besorgen, manchmal
auch aus dem Darknet. Wer diesen Betrügern antwortet, riskiert,
mit weiteren Schreiben belästigt zu werden", sagt man beim BDIU.


"Das Wichtigste ist selbstverständlich: Man sollte keinesfalls
die geforderten Summen überweisen. Dieses Geld sieht man nämlich
nicht wieder."


Ratsuchende, die sich unsicher sind, ob ein erhaltenes
Mahnschreiben echt ist, können sich an den BDIU wenden. Auf
seiner Website hat der Verband leicht verständliche Erklärungen
veröffentlicht, wie sich Betrugspost von echten Mahnungen
unterscheiden lässt. Darüber hinaus bringt der Verband jeden
Fake-Inkasso-Fall zur Anzeige. "Es ist Aufgabe der
Strafverfolgungsbehörden, die Täter, die hinter diesen
Betrugsversuchen stecken, zu ermitteln und vor Gericht zu
stellen", stellt man fest. "Aber leider sind viele
Staatsanwaltschaften in der Sache untätig, teilweise ermitteln
sie erst gar nicht. So haben die Betrüger ein leichtes Spiel, und
die genötigten Verbraucher werden mit dem Problem
alleingelassen."


 


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