Abschied nehmen mit Eva von Redecker

Abschied nehmen mit Eva von Redecker

52 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
Aller Abschied wiegt schwer. Von den Menschen, an denen wir einmal
gehangen haben und auch von der Welt, die wir schlechter
hinterlassen werden als sie einst war. Jede ökologische Katastrophe
ist zuerst, und zuletzt, eine persönliche. Nicht auf eine
Revolution der Welt sollten wir deshalb schielen, sondern auf eine
fürs Leben, schreibt die Philosophin Eva von Redecker und spricht
mit uns und Christa Wolf über das »schreckliche Glück« unserer
Gegenwart. »Spät in der Nacht bin ich von einer Stimme
hochgeschreckt und von einem Heulen. Die Stimme hatte von weither
gerufen. A faultless monster! Das Heulen habe ich nach geraumer
Zeit gemerkt, ist von mir gekommen. Ich habe im Bett gesessen und
geheult. Mein Gesicht ist von Tränen überströmt gewesen. Soeben war
in meinem Traum ein riesengroßer, naher, ekelhaft in Zersetzung
übergegangener Mond sehr schnell hinter dem Horizont versunken. Am
nachtdunklen Himmel befestigt gewesen. Ich schrie. Wie schwer,
Bruder, würde es sein, von dieser Erde Abschied zu nehmen.«

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