Lyrik: Veronique Hoffmann liest ihre Gedichte aus “Writers’ Corner” entstanden in einer psychiatrischen Anstalt

Lyrik: Veronique Hoffmann liest ihre Gedichte aus “Writers’ Corner” entstanden in einer psychiatrischen Anstalt

30 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten

Als Debüt der Berliner Dichterin Veronique Homann erscheint der
Band Sid Wischi Waschi in unsrer Lyrikheft-Reihe (Bd. 106). Der
Band besteht aus zwei Teilen. Im ersten Talion findet sich eine
Sammlung von sowohl älteren Texten als auch neuen, die während
der Arbeit am Lyrikheft entstanden sind. Dort treffen etwa Franz
Kafka und Sid Vicious aufeinander, ein Schatten stellt sich nach
dem Ableben seines Menschen die eigene Existenzfrage, und die
Gretchenfrage „Was ist Kunst?“ findet endlich ihre Antwort. Der
zweite Teil Asebia ist das Resultat der Teilnahme am Writers’
Corner einer psychiatrischen Anstalt in Schweden, die ihre
Patient:innen dazu einlädt, einmal wöchentlich über ein Wort zu
schreiben. Aus Berlin hat Homann sich daran beteiligt: Die Texte,
die dabei entstanden sind, zeugen davon, was das vorgegebene Wort
hervorholen oder provozieren kann. Oft sind ihre Texte kurz, fast
karg, dann wieder nehmen sie Gesagtes und Gehörtes auf und
verflechten es zu Gebilden, vor denen man staunend steht und sich
Fragen nach Struktur und Brüchigkeit stellt.


Veronique Homann, geb. 1990 in Oberpullendorf,
aufgewachsen in Bregenz, schreibt in Berlin und stellt manchmal
auch aus. Als Musikjournalistin hat sie unter anderem Texte
veröffentlicht im kaput Magazin, dem poolbar-Magazin oder bei
Popmonitor.Berlin und sich später interdisziplinären Texten
zugewandt (veröffentlicht auf Fixpoetry). Inzwischen mit Fokus
auf Literatur und Kunst, stellte Veronique Homann in der
Vergangenheit in Bar/Plattenladen/Museum aus. Seit 2016 betreibt
sie den Selbstverlag Plackscheißerei (benannt nach der
Bezeichnung für „Schreiberei“ oder Schreibende aus
Grimmelshausens Simplicissimus). Die vertonte Hörbuchfassung von
Sid Wischi Waschi, die auch auf Kassette erschienen ist, ist die
sechste Veröffentlichung des Selbstverlags.2020 und 2021 erhielt
sie das Arbeitsstipendium Literatur des Landes Vorarlberg. Ihre
Texte sind veröffentlicht worden in Zeitschriften wie der Wiener
Straßenzeitung „Augustin“ und Anthologien. Zuletzt von ihr
erschienen ist das Lyrikheft „Sid Wischi Waschi“
(parasitenpresse, Februar 2021).www.homannin.tumblr.com
www.sidwischiwaschi.bandcamp.com


Im Februar 2021 beim Kölner Verlag parasitenpresse erschienen,
ist das Lyrikheft „Sid Wischi Waschi“ im Frühjahr darauf von ihr
eingelesen und mit Philipp Bellinger in der Kim Bar in Berlin
aufgenommen, produziert und vertont worden. Wie das Lyrikheft,
bestehen auch die dabei entstandenen Aufnahmen aus zwei Teilen:
Talion und Asebia. Während auf Talionjeder Text eine eigene
Vertonung erfährt, die durch Interludes miteinander verbunden
sind, liegt Asebia ein improvisiertes 15-minütiges Musikstück
zugrunde, dasdie Texte begleitet, beigesteuert vom „Max Zahl
Trio“.Die vertonte Hörbuchfassung ist am 30. Juli 2021 über
Homanns Eigenverlag Plackscheißerei (in Kooperation mit der
parasitenpresse)auf Bandcamp und Kassette erschienen (in
limitierter Auflagevon 51 Stück).

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