Der Tag auf Weltreise: Marokko mit Dunja Sadaqi

Der Tag auf Weltreise: Marokko mit Dunja Sadaqi

54 Minuten
Podcast
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Ein Thema, viele Perspektiven

Beschreibung

vor 1 Monat
Auf dem Djemaa-El-Fna-Platz im Herzen von Marrakesch setzen die
Garküchen alles unter Dampf, was sich bewegt - Abend für Abend.
Dörfer aus Stampflehm und Steinen inmitten rötlich schimmernder
Felsen sind im Atlasgebirge zu bestaunen. Die Weite des Meeres
erlebt man am besten in Essaouira, in der windigen Hafenstadt an
der marokkanischen Atlantikküste. Auch wenn Marokko vergleichsweise
gut durch die Pandemie kam, wächst die Wut vieler Menschen. Sie
fühlen sich im Stich gelassen. Das Ausbleiben der Touristen in
diesem Jahr hat viele Restaurant- und Hotelbesitzer an den Rand
ihrer Existenz gebracht. Jeder dritte junge Marokkaner ist
arbeitslos, nicht zuletzt durch die Grenzschließung zur spanischen
Exklave Ceuta - der wichtigste Arbeitgeber für die etwa 100 tausend
Einwohner der Region. Erst kürzlich versuchten tausende Marokkaner
die Grenze zu stürmen, um nach Europa zu gelangen. Marokkos König
Mohammed VI benutzt die Migrationspolitik regelmäßig, um Druck auf
Spanien und Europa auszuüben. Er regiert das Land seit 1999. Was
zunächst nach einem Aufbruch aussah, entpuppte sich schnell als
Illusion: kritische Journalisten werden mundtot gemacht. Und laut
dem marokkanischen Familienministerium wird jede zweite Frau Opfer
von Gewalt, trotz neuer Gesetze.

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