Macht Arbeit glücklich?

Macht Arbeit glücklich?

Arbeiten wir, um zu leben? Oder leben wir, um zu arbeiten? Muss unsere Arbeit uns überhaupt glücklich machen oder holen wir unsere Zufriedenheit nicht besser in anderen Bereichen des Lebens? Mona Vetsch fragt nach.
1 Stunde 17 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Arbeiten wir, um zu leben? Oder leben wir, um zu arbeiten? Muss
unsere Arbeit uns überhaupt glücklich machen oder holen wir unsere
Zufriedenheit nicht besser in anderen Bereichen des Lebens? Mona
Vetsch fragt nach. Michaël und Marie Tuil aus Basel finden: 15
Stunden Arbeit pro Woche genügen. Das Unternehmer-Ehepaar hat seine
Lebenshaltungskosten drastisch reduziert und leistet sich so den
Luxus, weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit den beiden Kindern zu
verbringen: «Wir sind reich an Zeit und an Beziehungen, und das
macht uns glücklich», sagt Michaël Tuil. Rundum glücklich macht der
Job auch Sabrina Kern aus Zürich – als Schauspielerin hat sie den
Sprung nach Hollywood geschafft. Doch der Traumjob hat auch seine
Schattenseiten: «Du musst mit der finanziellen Unsicherheit leben
können und auch damit, immer und immer wieder Absagen nach den
Castings zu erhalten.» Mona Vetsch fragt nach den Traumberufen und
den Albtraumjobs von Schweizerinnen und Schweizern. Im Gespräch mit
«Sternstunde»-Moderatorin Barbara Bleisch erfährt sie, dass Arbeit
unserem Leben Struktur und dem Einzelnen Anerkennung gibt und das
gute Gefühl, Teil eines grösseren Ganzen zu sein. Sie erfährt, dass
Arbeit zwar nicht immer glücklich, unfreiwillige Arbeitslosigkeit
aber definitiv unglücklich macht: «Glücklich werden kann man als
unfreiwillig Arbeitsloser nicht – dafür fehlt einem die
Wertschätzung», sagt etwa Andreas Knuchel aus dem solothurnischen
Bellach, der seit sechs Jahren ohne Arbeit leben muss. «Menschen
werden ihre Arbeit verlieren, doch es werden auch neue Stellen und
Berufe entstehen», sagt Zukunftsforscher Stephan Sigrist. Denn es
wird nicht so sein, dass Roboter uns vollständig ersetzen können.
Handwerk beispielsweise werde in einer zunehmend digitalisierten
Welt immer wichtiger werden, prognostiziert Sigrist. Und dass
sowohl Handwerk als auch die Arbeit in der digitalen Welt glücklich
machen, beweisen Maurerlehrnende Leandra Wolfisberg aus Sins und
die Zürcher Bloggerin Anina Mutter.

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