„Ein Ablenkungsmanöver“: Ungarn stimmt über LGBTQ-Gesetze ab

„Ein Ablenkungsmanöver“: Ungarn stimmt über LGBTQ-Gesetze ab

8 Stunden 30 Minuten
Podcast
Podcaster
Interviews zu politischen und gesellschaftlichen Themen aus den aktuellen Kulturmagazinen von SWR2.

Beschreibung

vor 2 Monaten
„Rechtsextreme haben schon eine Gegendemonstration und
Gegenkundgebung angekündigt, und da könnte es möglicherweise zu
Zusammenstößen kommen, auch weil die ungarische Regierung oder
Orban als Premier mit solchen rechtsextremen homophoben Umtrieben
immer wieder in der Vergangenheit sympathisiert hat. Da muss man
abwarten, wie die Polizei sich positioniert", sagt Keno Verseck,
freier Journalist, Ungarn-Experte und Autor im Gespräch mit SWR2.
Am Sonntag findet in Ungarns Hauptstadt auch der Budapest Pride
statt, gefährlich sei eine Teilnahme grundsätzlich wohl nicht. Die
Mehrheit der Ungarn sei wohl nicht homophob, jedoch habe sich die
Zahl der Übergriffe in letzter Zeit verstärkt. Zudem hat Ungarns
rechtskonservativer Regierungschef Viktor Orbán ein Referendum über
das umstrittene LGBTQ-Gesetz in seinem Land angekündigt, was als
Ablenkungsmanöver gewertet werden könne. “Mindestens 50 % der
Bevölkerung muss an der Wahl teilnehmen, was unwahrscheinlich sein
wird”, weiß Experte Verseck. Auch wenn das Referendum deshalb
vermutlich wahrscheinlich ungültig sein wird, werde Orban trotzdem
mit dem Ergebnis der mehrheitlich suggestive gestellten Fragen
weiter Politik machen.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15
:
: