Mit Tantra zur spirituellen Erkenntnis?

Mit Tantra zur spirituellen Erkenntnis?

Es soll ein Weg zur Erleuchtung sein, so zumindest wurde es in Indien einst verstanden. Hierzulande wird mit Tantra für bessere Sexualität und harmonischere Partnerschaften geworben. Was haben die westlichen Ausformungen dieser Strömung noch mit ihrer ...
59 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
Es soll ein Weg zur Erleuchtung sein, so zumindest wurde es in
Indien einst verstanden. Hierzulande wird mit Tantra für bessere
Sexualität und harmonischere Partnerschaften geworben. Was haben
die westlichen Ausformungen dieser Strömung noch mit ihrer
hinduistisch-buddhistischen Herkunft zu tun? Der globale kulturelle
Austausch Ende des 19. Jahrhunderts brachte so einige religiöse und
philosophische Ideen nach Europa. So war es auch beim Tantra. Was
die Kolonialherren noch schockierte, weil es äusserst
unkonventionelle Praktiken beinhaltete, begeisterte die
Theosophische Gesellschaft umso mehr, weil sie im Tantra eine
uralte Weisheit vermuteten. Die westliche Faszination für den
«spirituellen Osten» nahm dann Mitte des 20. Jahrhunderts der
Philosophieprofessor und spätere Guru Osho auf. Er verknüpfte
tantrische Theorien und Rituale mit Psychotherapie und löste damit
bis heute einen Boom aus. Wenn Forschende sich heute unsicher sind,
ob die teils sexuell aufgeladenen tantrischen Texte nicht vielmehr
metaphorisch zu verstehen sind, wird Tantra landläufig vorrangig
damit assoziiert. Was also ist Tantra? Welche Rolle spielt
Sexualität darin und wie hängt das alles mit der vielbesagten
Erleuchtung zusammen? Diesen Fragen gehen Yves Bossart und Olivia
Röllin in einer Begegnung der «Sternstunde Philosophie» und der
«Sternstunde Religion» nach. Ihre Gäste sind Livia-Lea Maag,
Tantra-Masseurin, Sophie Wennerscheid, Kulturwissenschaftlerin,
Jan-Ulrich Sobisch, Tibetologe, und Diana Richardson,
Tantra-Meisterin. Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 28. März
2021.
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