3/7: «Schloss Gripsholm» von Kurt Tucholsky

3/7: «Schloss Gripsholm» von Kurt Tucholsky

Von einem gefangenen Schlossgespenst – Daddy und die Prinzessin sehen Nordlichter, die gar nicht da sind – Und: Wie man Einsamkeit fühlt, wie nur Kinder sie fühlen können.
40 Minuten

Beschreibung

vor 2 Monaten
Von einem gefangenen Schlossgespenst – Daddy und die Prinzessin
sehen Nordlichter, die gar nicht da sind – Und: Wie man Einsamkeit
fühlt, wie nur Kinder sie fühlen können. «Daddy» und «die
Prinzessin» machen Urlaub. Auf ihrer langen Zug- und Schifffahrt
nach Schweden lassen sie Berlin und den Alltag hinter sich und
tauchen ab. Sie suchen sich ein kleines Domizil, zwei gemütliche
Zimmer im schwach frequentierten Schloss Gripsholm. Dort frönen sie
dem süssen Nichtstun und ihrer Verliebtheit. Doch nicht weit
entfernt ergeht es anderen weniger gut. Ein kleines Kind, von der
Direktorin eines Kinderheimes an Leib und Seele gequält, wünscht
sich weit weit fort aus der Sommeridylle Schwedens. Das Buch
erschien 1931. Da hatte Kurt Tucholsky (1890-1935) Deutschland
schon den Rücken gekehrt; nicht mehr lange und einer der
wichtigsten politischen Autoren würde verstummen. In Schweden,
wohin er umgesiedelt war, fand er die Inspiration für diese
Erzählung. Ein Sommervergnügen sollte es sein: für die handelnden
Personen genauso wie für die Leserschaft seines Romans. Leicht und
die Zeit süss zerdehnend, durchsetzt mit Tucholskys Witz und seinem
Sprachgenius, entspannt sich die Geschichte zweier Verliebter,
ihrer Freunde und eines gequälten Kindes. Günter Pfitzmann,
verpasst der Geschichte mit ihren zahlreichen plattdütschen
Einsprengseln genau das richtige Mass an Freischnäuzigkeit und
Wehmut nach einer irgendwie vergangenen Zeit. Sprecher: Günter
Pfitzmann – Produktion: SRF 1976 – Dauer: 40'

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